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Engel. Darstellung der ersten Entwickelung
iibcrgi'ossen Entwickelung des Magens und der Milz an dieser Seite
zusammen. Verweilen wir noch, bevor wir zu anderen Erörterungen
übergehen, bei der Lage des Grimmdarmes, indem wir auch dieses
Darmstück nach den verschiedenen Hauptschnitten zur Anschauung
bringen, so ginge aus der Entwickelung Folgendes mit Bestimmtheit
über die Lage dieses Darmes hervor: Nimmt man die Frontansicht
(Fig. 289), so erscheint dieser Theil des Dickdarmes in Form eines
von unten nach oben bogenartig sich nach der Richtung der Hauptmulden
krümmenden Rohres. In der Seitenansicht (Fig. 282) ist das
Bild nothwendiger Weise folgendes: Der Dickdarm beginnt in der
Höhe der untern Bauclihlase bei dem Punkte c, man vergleiche
(Fig. 288, 289), mithin in einer ansehnlichen Muldenerweiterung,
daher wird auch das hier gebildete Darmstück eine grössere Weite
besitzen als die in den anderen Mulden verlaufenden Canäle; dieses
Darmstück entwickelt sich zum Blinddarm. Das Darmstück, das aus
der kleineren Mulde f (Fig. 288) in den Blinddarm einmündet, wird
der Dünndarm, wie noch gezeigt werden soll, das andere, das in der
grossem oder Hauptmulde verläuft erscheint dagegen als Grimmdarm.
Von der Muldenerweiterung c (Fig. 282) läuft nun das
Darmrohr immer der Mulde cb folgend nach oben (Fig. 282), biegt
dann mit dieser Mulde von c nach a ein wenig nach vorne und gelangt
bei a (Fig. 282, 288) in die grosse Netzmulde, wo es von
dem herabziehenden grossen Netze, dann aber auch rechts von dem
rechten Lappen der Leber bedeckt wird. Indem es von a nach b
(Fig. 288, 289) als Quergrimmdarm an der linken Seite des Foetus
verläuft, gewinnt es bei d eine andere Mulde, in der es dem Keime
E bis nach e folgend zum S. Romanum wird, worauf es bei e den
grossen Bauchfellsack verlässt; sein weiterer Zug wird unten zur
Sprache kommen.
Diese zwei Hauptansichten werden genügen um alle Einzelheiten
in Betreff der Lage des Grimmdarmes darzuthun, und ich glaube,
dass die Entwiekelungsgesebichte, die nach diesem Principe gelehrt
wird, nicht allein über das Wie, sondern auch (soweit dies überhaupt
bei einer Naturwissenschaft möglich ist) über das Warum
die genaueste Auskunft ertlieilen wird. Eine Frontansicht des Dickdarmes
gibt die Fig. 290.
Gleichzeitig mit der Entwickelung des grossen Netzes sieht man
daher auch jene des Quergrimmdarm-Gekröses vor sich gehen. Das