des Circulations-, Respirations- und Verdauungs-Apparates. 1587
aus der Höhle der grossen Bauchblase bei den Punkten a und b
(Fig. 288), mithin von den beiden Seiten des Fcetus durch einen
gerade von aussen nach einwärts verlaufenden horizontalen Gang;
diese Communication aus dem Raume, welcher dem sogenannten
grossen Bauchfellsacke angehört mit der Mulde, welche den kleinen
Bauchfellsack aufnimmt, geht bei dem Punkte p (Fig. 287) in der
Seitenansicht senkrecht auf die Ebene der Zeichnung, in der Frontansicht
von rechts nach links vor sich und liegt hinter und unter
der Blastemmasse A (Fig. 288), welche bekanntlich das Leberblastem
ist, entspricht somit, was Lage, Form und sonstige Verhältnisse
betrifft, ganz dem Winslow’schen Loche. Dieses Winslow’sche
Loch führt in einen kurzen Canal, ■ der hinter der Blase A
(Fig. 288) bis unter die Mitte derselben g (Fig. 288) verläuft;
erst liier aber geht er, plötzlich sich erweiternd, in die horizontale
Mulde und somit in die Höhle der Bursa omentalis. Dieses Verhalten
ist aber noch am Erwachsenen ebenso genau zu studiren, wie
es sich aus der Entwickelung ableiten lässt. Beim Erwachsenen gelangt
man nämlich, wenn man die Bursa omentalis von vorne
her öffnet nach oben und in der Mittellinie des Körpers zu einer
verhältnissmässig schmalen Eingangsöffnung, welche hinter dem
Magenpvlorus liegt und erst in den Winslow’schen Canal nach links
einmündet. Am besten kann man sich von dieser Communication
des Bauchfellsackes mit der Höhle der Bursa omentalis in der Entwickelungsgeschichte
einen Begriff machen, und ein Bild verschaffen,
wenn man sich einen Horizontalschnitt durch die Bauchblase des
Foetus in der Höhe der Linie ab (Fig. 288) bildet. Dieser Schnitt
wird die (Fig. 29o) dargestellte Form besitzen müssen. Man sieht
hier bei A die horizontale Projection der Magenblase, E F die horizontale
Projection der Leber, B ist der Querschnitt der Mulde, in
welcher sich das grosse Magennetz entwickelt, dieser Querschnitt
hängt mit dem Raume C durch einen kurzen, schmalen Gang zusammen
— jene Stelle hinter dem Magenpylorus, an welcher der Winslow’sche
Gang in die Bursa omentalis einmündet; von hier aus
führt der Winslow’sche Gang hinter einem Theile des rechten Leberlappens,
dessen horizontale Projection E ist, in die grosse Mulde
ü, welche in die grosse Höhle der Bauchblase — das künftige Peritonüalcavum
ausmündet. Dass sich an der linken Seite des Foetus
licht ein ähnlicher Gang entwickelt, dies hängt vielleicht mit der
s ‘Wb. d. mathem.-naturw. 01. XI. Bd. III. Hft. 38