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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Engel.  Darstellung  der  ersten  Entwickelung

allgemeinen  Untersuchung  über  die  Drüsenentwickelung  zur  Sprache
kommen  soll.  Der  in  der  Zeichnung  dargestellte  Zusammenhang  der
Lunge  mit  der  scheidenartigen  Umhüllung  des  Oesophogus  wird  in
ähnlicher  Art  abzuleiten  sein,  wie  dies  oben  hei  den  Bronchis  getlian
wurde;  dieses,  die  Lungen  an  die  Umhüllung  des  Oesophagus  fest
anschliessende  Blatt  ist  eigentlich  der  Canal,  durch  welchen  die  Blutgefässe, ­
  die  Bronchien  u.  dgl.  aus  den  Mittelfellräumen  zur  Lunge
selbst  gelangen,  wie  dies  deutlich  wird,  wenn  man  die  schematischen
Figuren  von  198—1GS  mit  den  wirklichen  Durchschnittsiiguren  vergleicht. ­
  Dieser  Canal  ist  von  einer  verhältnissmässig  um  so  bedeutenderen ­
  Länge,  je  weniger  entwickelt  der  Embryo  ist  und  wird  allmählich ­
  hei  Yergrösserung  der  Lunge  so  kurz,  dass  diese  dem  Oesophagus
unmittelbar  anliegt.  Der  von  der  Lunge  ursprünglich  nicht  eingenommene ­
  Baum  wird  anfangs  von  dem  sehr  grossen  Merzen  und  dann
von  serumartiger  Flüssigkeit  erfüllt,  ausserdem  von  den  in  dieser
Periode  noch  bedeutend  weiten  und  grossen  Blutgefässen  durchzogen.
Die  oberen  Tlieile  des  vorderen  Mittelfellspaltes  enthalten  in  der
eben  geschilderten  Entwickelungsperiode  ein  durchsichtiges  Blastem,
aus  denen  sich  die  Thymusdrüse  —  ein  Gebilde  späterer  Zeit  —  entwickelt; ­
  die  untere  grössere  Hälfte  dieses  Mittelfellspaltes  dagegen
wird  wie  bekannt  durch  das  bedeutend  grosse  Herz  ausgefüllt.
Der  Zug  des  Oesophagus  (des  sogenannten  Munddarmes)
folgt  ganz  der  Richtung  der  hinfern  Mulde  der  eben  beschriebenen
Brustkeime,  wird  daher  im  Seitenaufrisse  durch  die  punktirte  Linie
mn  (Fig.  180)  bezeichnet.  Je  tiefer  nach  unten,  desto  mehr  entfernt
sich  daher  die  Speiseröhre  von  der  Wirbelsäule  nach  vorne  und  der
Speiseröhrenschlitz  liegt  daher,  wie  bekannt,  ziemlich  nahe  dem
Mittelpunkte  des  Zwerchfelles.  Durch  die  Mulde  der  unteren  Brustblase ­
  verläuft  zwar  auch  die  Aorta;  da  diese  aber  mehr  in  der  seitlichen,
die  Speiseröhre  dagegen  mehr  in  der  vorderen  Gegend  dieser  Mulde
hinzieht,  so  ist  das  gegenseitige  Lagerverhältniss  beider,  sowie  die
unmittelbare  Anlagerung  der  Speiseröhre  an  der  hinteren  Wand  des
Herzbeutels  erklärlich.
Verwickelter,  wegen  der  grösseren  Zahl  der  zu  betrachtenden
Organe  ist  die  Untersuchung  über  die  Entwickelung  der  Bauch-  und
Beckengegend,  namentlich  nöthiget  mich  die  Darstellung  derEntwikkelung
  des  Verdauungscanales  und  seines  Laufes  durch  die  Bauchhöhle ­
  auf  die  ersten  Stadien  der  Entwickelung  des  Fcetus  zurückzu-
            
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