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Engel. Darstellung der ersten Entwickelung
allgemeinen Untersuchung über die Drüsenentwickelung zur Sprache
kommen soll. Der in der Zeichnung dargestellte Zusammenhang der
Lunge mit der scheidenartigen Umhüllung des Oesophogus wird in
ähnlicher Art abzuleiten sein, wie dies oben hei den Bronchis getlian
wurde; dieses, die Lungen an die Umhüllung des Oesophagus fest
anschliessende Blatt ist eigentlich der Canal, durch welchen die Blutgefässe,
die Bronchien u. dgl. aus den Mittelfellräumen zur Lunge
selbst gelangen, wie dies deutlich wird, wenn man die schematischen
Figuren von 198—1GS mit den wirklichen Durchschnittsiiguren vergleicht.
Dieser Canal ist von einer verhältnissmässig um so bedeutenderen
Länge, je weniger entwickelt der Embryo ist und wird allmählich
hei Yergrösserung der Lunge so kurz, dass diese dem Oesophagus
unmittelbar anliegt. Der von der Lunge ursprünglich nicht eingenommene
Baum wird anfangs von dem sehr grossen Merzen und dann
von serumartiger Flüssigkeit erfüllt, ausserdem von den in dieser
Periode noch bedeutend weiten und grossen Blutgefässen durchzogen.
Die oberen Tlieile des vorderen Mittelfellspaltes enthalten in der
eben geschilderten Entwickelungsperiode ein durchsichtiges Blastem,
aus denen sich die Thymusdrüse — ein Gebilde späterer Zeit — entwickelt;
die untere grössere Hälfte dieses Mittelfellspaltes dagegen
wird wie bekannt durch das bedeutend grosse Herz ausgefüllt.
Der Zug des Oesophagus (des sogenannten Munddarmes)
folgt ganz der Richtung der hinfern Mulde der eben beschriebenen
Brustkeime, wird daher im Seitenaufrisse durch die punktirte Linie
mn (Fig. 180) bezeichnet. Je tiefer nach unten, desto mehr entfernt
sich daher die Speiseröhre von der Wirbelsäule nach vorne und der
Speiseröhrenschlitz liegt daher, wie bekannt, ziemlich nahe dem
Mittelpunkte des Zwerchfelles. Durch die Mulde der unteren Brustblase
verläuft zwar auch die Aorta; da diese aber mehr in der seitlichen,
die Speiseröhre dagegen mehr in der vorderen Gegend dieser Mulde
hinzieht, so ist das gegenseitige Lagerverhältniss beider, sowie die
unmittelbare Anlagerung der Speiseröhre an der hinteren Wand des
Herzbeutels erklärlich.
Verwickelter, wegen der grösseren Zahl der zu betrachtenden
Organe ist die Untersuchung über die Entwickelung der Bauch- und
Beckengegend, namentlich nöthiget mich die Darstellung derEntwikkelung
des Verdauungscanales und seines Laufes durch die Bauchhöhle
auf die ersten Stadien der Entwickelung des Fcetus zurückzu-