des Circulations-, Respirations- und Verdauungs-Apparates. S75
die Bifurcation der Trachea hängt sonach, was die Zeit und den
Ort ihrer Bildung betrifft, mit der Entwickelung der im Brustraume
befindlichen Keime innig zusammen. Von diesen Keimen des Brustraumes
habe ich aber gezeigt, dass derselben erst zwei, später durch
weitere Spaltung drei vorhanden sind (zu denen dann noch später
die Keime für die Lungen hinzukommen). Die zwischen den zwei
obern Keimen gebildeten Zwischenräume oder Mulden dienen als
Rinnsale für die Trachea und die aus ihr hervorgehenden Bronchi.
Ein Rückblick auf die Figur 190. wird leicht die Stelle erkennen
lassen, an der die Bifurcation eintritt. Die Trachea läuft in der
Mitte der obersten Brustblase (nach der Richtung der in der Zeichnung
dargestellten Linie ef) und spaltet sich dann in der Mulde
zwischen dem obersten und mittlern Brustkeime bei f, von wo aus,
immer der Mulde folgend, die beiden Bronchi nach rechts und links
(in der Richtung der daselbst befindlichen horizontalen Mulden) abgehen.
So die Verticalprojqction. Ein Horizontalschnitt erlaubt die
Gegend genauer zu bestimmen, in welcher die Bronchi verlaufen.
Schneidet man die Leibesblasen unmittelbar über dem Herzen durch,
so erhält man dadurch das in der Figur 152 b, wieder gegebene Bild
wo bei a der Querschnitt des Oesophagus mit den daran hängenden
gleichfalls quer durchschnittenen Broncliis bei c die obere Fläche
des Herzens sich zeigt. Es liegt hier die Speiseröhre gerade am vordersten
Ende des hinteren Mittelfellspaltes; rechtwinkelig auf der
Achse des letzteren stehen die Bronchi mit ihren an die Speiseröhre
sich anschliessenden scheidenartigen Verlängerungen. Die
Entwickelungsgeschichte ist mithin allenthalben eine analoge: überall
Furchung der Blasteme und Entwickelung des in den Blastemfurchen
enthaltenen Blastems zu Canälen und Gefässen. So bilden
sich auch hier in den Zwischenräumen n und o (Fig. 161), die
Keime für die Speiseröhre und die beiden Bronchi, welche letztere
nun mit der Scheide der Speiseröhre und durch diese mit den
Mittelfellräumen Zusammenhängen. So entsteht (wenn man das im
Bilde störende wegnimmt), die Figur 152. Das Bild ändert sich auch
wenig, wenn man etwas tiefer gelegene Schnitte betrachtet, nur ist
dann die Richtung der Bronchi nicht mehr eine genau senkrechte
aut die Achse des Mittelfellraumes, sondern eine etwas schräge.
Tiefer geführte Schnitte legen nun ^chon Querdurchschnitte
durch die Lungen bloss, und haben natürlich je nach den verschie-