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Engel. Darstellung der ersten Entwickelung
neue Abteilungen zerfallen, welche die Keime für die verschiedenen
Organe des Halses aufzunehmen bestimmt sind.
Querschnitte, welche tiefer am Embryo geführt werden, gehen
natürlich durch die Rumpfsäule und die Leibeshlasen; die Durchsclmittsfigur
ist daher nach der verschiedenen Schnitthöhe sehr verschieden.
Ich werde die wichtigeren derselben in der Ordnung von
oben nach unten darstellen und wo es notwendig ist, zugleich die
Seitenansicht damit zu verbinden.
Ein Querschnitt in der Höhe der obern Fläche des Herzens oder
ganz nahe am Bulbus Aortae zeigt bereits eine etwas veränderte
Figur (152). An dem Querschnitte durch das Luftspeiseröhren-Blastem
bemerkt man vorne gegen das Herz statt einer, zwei durchschnittene
Öffnungen und man erkennt aus dem Anblick dieser Figur
leicht, dass man es mit dem Theilungswinkel der Trachea zu thun
hat. Die beiden Bronchi deren Lumina hier erscheinen, sind noch
immer von der gemeinschaftlichen Luftspeiseröhren-Scheidehaut eingeschlossen
und entsprechen, was ihre Lagerung betrifft, ungefähr
der Lage der Trachea. Aber die Bedeutung der umliegenden
Theile ist eine ganz andere. Die beiden Seitenhälften des Querschnittes
(c) sind hier Durchschnitte durch die Leibesblasen, während
die Seitenhälften e in der Figur 149 trotz fast vollkommener
Ähnlichkeit Durchschnitte durch das Halsblastem sind, welches selbst
wieder ganz zwischen die beiden Leibeshlasen des Fcetus eingeschoben
ist.
Über die Bildung der beiden Bronchi aus der unpaaren Trachea
kann ich nur eine Yermuthung wagen. Der Entwuckelungsgang dürfte
der sein, dass der unterste Tracheal-Keim einer abermaligen Theilung
senkrecht auf die bisherige Theilungsfurche unterliegt, so dass
nun auch die beiden Bronchi in derselben Scheide mit der Speiseröhre
sich eingeschlossen finden. Tritt nun die Trachea von der
Gegend der Kiemenspalten in die Brusthöhle, d. h. zwischen die
beiden Leibesblasen hinab, so geschieht dies an der Stelle, wo der
Rumpfsäulenkeim an die Leibeskeime sich anschmiegt, oder an dem
später sogenannten hintern Mittelfellspalte. Die Speiseröhre folgt
auch dieser Mulde bis zu ihrer Einmündung in den Magen. Auch für
die Trachea gilt als Regel, dass er sich nicht in, sondern zwischen
den Keimen entwickelt, aus welchen die grossen Abtheilungen des
Körpers und die einzelnen Organe und Gliedmassen sich bilden, und