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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Engel.  Darstellung  der  ersten  Entwickelung

neue  Abteilungen  zerfallen,  welche  die  Keime  für  die  verschiedenen
Organe  des  Halses  aufzunehmen  bestimmt  sind.
Querschnitte,  welche  tiefer  am  Embryo  geführt  werden,  gehen
natürlich  durch  die  Rumpfsäule  und  die  Leibeshlasen;  die  Durchsclmittsfigur
  ist  daher  nach  der  verschiedenen  Schnitthöhe  sehr  verschieden. ­
  Ich  werde  die  wichtigeren  derselben  in  der  Ordnung  von
oben  nach  unten  darstellen  und  wo  es  notwendig  ist,  zugleich  die
Seitenansicht  damit  zu  verbinden.
Ein  Querschnitt  in  der  Höhe  der  obern  Fläche  des  Herzens  oder
ganz  nahe  am  Bulbus  Aortae  zeigt  bereits  eine  etwas  veränderte
Figur  (152).  An  dem  Querschnitte  durch  das  Luftspeiseröhren-Blastem
  bemerkt  man  vorne  gegen  das  Herz  statt  einer,  zwei  durchschnittene ­
  Öffnungen  und  man  erkennt  aus  dem  Anblick  dieser  Figur
leicht,  dass  man  es  mit  dem  Theilungswinkel  der  Trachea  zu  thun
hat.  Die  beiden  Bronchi  deren  Lumina  hier  erscheinen,  sind  noch
immer  von  der  gemeinschaftlichen  Luftspeiseröhren-Scheidehaut  eingeschlossen ­
  und  entsprechen,  was  ihre  Lagerung  betrifft,  ungefähr ­
  der  Lage  der  Trachea.  Aber  die  Bedeutung  der  umliegenden
Theile  ist  eine  ganz  andere.  Die  beiden  Seitenhälften  des  Querschnittes ­
  (c)  sind  hier  Durchschnitte  durch  die  Leibesblasen,  während ­
  die  Seitenhälften  e  in  der  Figur  149  trotz  fast  vollkommener
Ähnlichkeit  Durchschnitte  durch  das  Halsblastem  sind,  welches  selbst
wieder  ganz  zwischen  die  beiden  Leibeshlasen  des  Fcetus  eingeschoben ­
  ist.
Über  die  Bildung  der  beiden  Bronchi  aus  der  unpaaren  Trachea
kann  ich  nur  eine  Yermuthung  wagen.  Der  Entwuckelungsgang  dürfte
der  sein,  dass  der  unterste  Tracheal-Keim  einer  abermaligen  Theilung
  senkrecht  auf  die  bisherige  Theilungsfurche  unterliegt,  so  dass
nun  auch  die  beiden  Bronchi  in  derselben  Scheide  mit  der  Speiseröhre ­
  sich  eingeschlossen  finden.  Tritt  nun  die  Trachea  von  der
Gegend  der  Kiemenspalten  in  die  Brusthöhle,  d.  h.  zwischen  die
beiden  Leibesblasen  hinab,  so  geschieht  dies  an  der  Stelle,  wo  der
Rumpfsäulenkeim  an  die  Leibeskeime  sich  anschmiegt,  oder  an  dem
später  sogenannten  hintern  Mittelfellspalte.  Die  Speiseröhre  folgt
auch  dieser  Mulde  bis  zu  ihrer  Einmündung  in  den  Magen.  Auch  für
die  Trachea  gilt  als  Regel,  dass  er  sich  nicht  in,  sondern  zwischen
den  Keimen  entwickelt,  aus  welchen  die  grossen  Abtheilungen  des
Körpers  und  die  einzelnen  Organe  und  Gliedmassen  sich  bilden,  und
            
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