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Engel. Darstellung der ersten Entwickelung
in der angegebenen Höhe, a und b die beiden ersten Keime, ersterer
der Nacken-, letzterer der Halskeim. Wie gewöhnlich so erscheint
auch hier im vorderen oder Halskeime eine Längentheilung, aus der
die Figur 158 hervorgeht, und in jedem der neuentstandenen Blastemmassen
eine Quertheilung, deren Resultat in Fig. 161 dargestellt
ist. So sind nun in den sogenannten Kiemenbogen 4 Blastemmassen
entstanden, von denen sich die beiden hintern mehr verlängern als die
vordem; zwischen den 2 vordem Blastemmassen findet sich ein dreiseitiger
Raum m, hinter diesem ein vierseitiger Raum n, welche zwei
neue, später in einen zusammenfliessenden, Keime aufnehmen, wodurch
die Figur 149 entsteht. Die Blastemmassen haben sich mittlerweile
in Keime umgebildet, d. h. in ihnen grenzen sich Peripherie und Centrum
von einander durch Farben deutlich ah. Der neugebildete doppelte
Keim d (Fig. 149) vergrössert sich besonders in der Richtung
von vorne nach hinten und durch diese Veränderungen entsteht überhaupt
die Form 149, welche nach vorne durch eine sehr dünne Membrane
schliesst. Der Raum e ist an gehärteten Fcetusdurchschnitten
mit einer gelblich rothen Masse gefüllt und scheint zur Aufnahme
der Thyreoidea tiefer unten am Halse zur Aufnahme der letzten
Aortenbogen (des Truncus anonymus oder der Arteriae subclaviae~)
bestimmt.
Die in der zwischen den 4 Keimen befindlichen Mulde abgelagerte
Blastemmasse d (Fig. 149) ist sonach der Anfang der Luftund
Speiseröhre. Diese Blastemmasse scheint beiden Canälen anfangs
gemeinschaftlich zu sein; doch dieses ist keineswegs der Fall, das
Verhältniss vielmehr dasselbe wie zwischen der Pulmonalarterie und
der Arteria Aorta, wo das gemeinhin sogenannte Aortenrohr sich
eigentlich nur zur gemeinschaftlichen Gefäss-Scheide für die Aorta und
Pulmonalarterie entwickelt. Anfangs hat der Keim für beide Canäle,
die Trachea und den Oesophagus, nur eine einfache elliptische
Öffnung.
In mehr entwickelten Hühner-Embryonen erkennt man in dem
Luftspeiseröhren - Blasteme auf dem Durchschnitte eine biscuitartige
Öffnung (149) und endlich bei noch weiter gediehener Ausbildung
eine vollständige Trennung in zwei hinter einander liegende
übrigens von einer gemeinschaftlichen Scheide umschlossener Canäle
(Fig. 150). Stellt man diese Figuren zusammen, und benützt
man überhaupt hinreichend starke Vergrösserungen, so ergibt sich