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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Engel.  Darstellung  der  ersten  Entwickelung

bewahren  und  beginne  mit  den  Untersuchungen  der  Unterkieferoder
  unteren  Gesichtsblastemmasse,  welche  unter  dem  Namen  des
ersten  Kiemenbogens  bekannt  ist.
Legt  man  sich,  wie  dies  bereits  oben  gethan  wurde,  einen
horizontalen  Schnitt  durch  den  ersten  Kiemenbogen  und  den  Nackenliöcker,
  so  hat  er  die  in  denFig.  143,  144  dargestellte  Form.  Es  ist
diese  Form  das  Resultat  fortgesetzter  Theilungen  der  ursprünglichen
homogenen  Halsblastemmasse,  was  ich  bereits  früher  angegeben  habe.
Eine  Wiederholung  der  oben  angegebenen  Schilderung  dürfte  jedoch
hier  durchaus  nicht  am  Unrechten  Platze  sein.
Bekanntlich  stellt  ein  Querschnitt  durch  die  homogene  Halsblastemmasse ­
  eine  elliptische  Figur  dar  (Fig.  157),  deren  längere  Achse
in  der  Richtung  yoii  hinten  nach  vorne  verläuft,  die  Entwickelung
dieser  Masse  zu  einem  blasenartigen  Keime  ist  die  gewöhnliche.  Zwei
neue  Blastemmassen  entstehen  im  Innern,  davon  wird  die  eine  zum
Rückenmarke  oder  verlängerten  Marke  (Fig.  157),  die  vordere  b  dagegen ­
  zu  dem  sogenannten  Kiemenbogen.  Eine  in  der  letztem  abermal  vor
sich  gehende-Längenfurchung  erzeugt  zwei  neue  Blasteme  (Fig.  158),
in  welchen  neuerdings  eine  Quertheilung  erfolgt,  wie  dies  in  der
Abbildung  (Fig.  161)  zu  sehen  ist.  Neue  Quertheilungen  finden  in
den  beiden  vor  deren  Blasen  aa  und  mit  der  Quertheilung  zugleich
eine  bedeutende  Grössenzunahme  Statt,  wodurch  die  Form  (Fig.  163)
entsteht.  Von  nun  an  beginnen  weitere  Metamorphosen  dieser  Theile.
Die  3  Paare  von  Keimen,  in  welche  der  erste  Kiemenbogen  sich
getheilt  hat,  werden  zum  Unterkiefer  und  den  daran  befestigten
Weichtheilen.  Aber  in  den  von  ihnen  umschlossenen  Mulden  m
(Fig.  163)  entstehen  neue,  rundliche  Keime,  welche  einander  anfangs ­
  bis  zur  Berührung  genähert  erscheinen  (Fig.  164),  später  m
eine  einzige  in  der  Mitte  mit  einem  seichten  Eindrücke  versehene
Masse  zusammenfliessen.  Diese  beiden  Blastem-  später  Keimmassen
(Fig.  145  in)  bilden  die  ersten  Anfänge  der  Zunge.  Neue  Keime
legen  sich  zwischen  die  bisher  vorhandenen  (164  n),  daher  wächst
die  Zungenwurzel  rückwärts  ganz  nach  der  Richtung  der  Mulden
(164  n)  in  zwei  nach  hinten  divergirende  Fortsätze  aus;  dann  erhält
die  Zunge  die  nach  vorne  zugespitzte  Form  (Fig.  146),  welche
durch  weitere  ungleiche  Grössenzunahme  der  einzelnen  Theile  in  die
Form  (Fig.  147)  a  und  b  übergeht.  In  der  Lücke,  welche  die  beiden ­
  gabelartig  nach  rückwärts  verlaufenden  (Haut-)  Fortsätze  der
            
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