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Engel. Darstellung der ersten Entwickelung
Die Oberbauehblase spaltet sich wieder in horizontaler Richtung
(Fig. 181) und nun ist die Hauptbildungsstätte für die Leber
und den Magen und einen Theil des Darmrobres fertig. Aus der Blase
a (Fig-, 180) entstehen c und d der Fig. 181.
Um die Entwickelung dieser Theile darzustellen, wird es notliwendig
sein, theils Schnitte, die durch diesen Keim in drei aufeinander
senkrechten Ebenen geführt werden, zu betrachten, theils die Projectionen
dieser Theile in drei aufeinander senkrechten Ebenen zu
untersuchen.
Führt man einen horizontalen Schnitt durch die obere Bauchblase
in der Höhe und Richtung der Linie ab (Fig. 181), so ist die
Durchschnittsfigur in der Abbildung 208 zu sehen. Hier bedeutet der
punktirte Theil die querdurchschnittene Lebersubstanz , das Feld B
mit den eoncentrischen Linien die Stelle, wo sich der Magen entwickelt
(eigentlich bereits einen Durchschnitt des Magens), die Mulde
c dient zur Aufnahme der grossen Unterleibsgefässe und ist selbst
wieder von zusammengesetzter Form, worüber später noch Mehreres
zu erörtern sein wird, D ist wie gewöhnlich der Querschnitt der
Rumpfsäule.
Ein von rechts nach links geführter Querschnitt, der durch Brust
und Bauch des Foetus nach der Linie rs (Fig. 117) geht, und diese
Theile daher in eine vordere und hintere Hälfte trennt, bietet wieder
folgendes Aussehen dar. Er ist in Fig. 190 dargestellt. Man sieht hier
bei A den Querschnitt des Herzblastems; bei B den Querschnitt des
Leberkeimes, welcher aus zwei gleichen Hälften besteht, die durch
eine minder breite Substanzschichte vereiniget werden. In der
muldenartigen Vertiefung c zwischen den beiden Leberkeimen, über
welche natürlich das Zwerchfell hinüberzieht, liegt später das Herz
eingebettet. Unter diesem zweilappigen Leberkeime bei C sieht man
das obere Darmblastem.
Macht man einen dem Vorigen parallelen Schnitt weiter nach
vorne, d. h. näher der Bauchwand, so ist das Bild kein wesentlich
anderes , nur der Isthmus des Leberkeimes, so nenne ich das mittlere
Verbindungsstück beider Keime, wird etwas breiter; -macht
man dagegen den Schnitt mehr rückwärts nahe gegen die Wirbelsäule,
so ist die Durchschnittsfigur des linken Leberkeimes eine
andere als jene des rechten: erstere enthält nämlich in ihrer Mitte
den Durchschnitt D des Magenkeimes (Fig. 288). Seitliche Ansich-