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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

des  Circulations-,  Respirations-  und  Verdauungs-Apparates.  56S
einer  Andeutung  eines  Unterschiedes  der  Peripherie  und  des  centralen
Theiles  des  Extremitätenkeimes  oder  als  Andeutung  der  Wand  und
des  Markraumes  dieses  Keimes.  Diese  beiden  Schichten  müssen  daher
auch  in  einem  Verhältnisse  zu  einander  stehen,  das  sich  auf  den
angeführten  Grundlagen  berechnen  lässt,  zum  Beweise,  dass  die
Entwickelung  der  Extremitäten  wirklich  auf  dem  von  mir  angegebenen ­
  Wege  nämlich  aus  sogenannten  Keimen  hervorgeht.  Leider
habe  ich  es  versäumt,  solche  Messungen  vorzunehmen  und  es  stellt
mir  daher  nur  eine  zur  Verfügung,  die  ich  nachträglich  mittheilen
werde.
So  frühzeitig  nun  die  erste  Entwickelung  der  Extremitäten  ist,  so
lange  lässt  die  weitere  Ausbildung  auf  sich  warten.  Ich  finde  es  jetzt
noch  nicht  passend,  in  diese  letztere  weiter  einzugehen,  werde  mich
daher  nur  mit  den  bereits  gebildeten  Theilen  zur  Untersuchung  begnügen, ­
  und  hierbei  hauptsächlich  jeden  der  künftigen  Tlieile  der
Extremität  den  ihm  zukommenden  Platz  anweisen.  Hiermit  wird  es
keine  besonderen  Schwierigkeiten  haben.
Von  den  vielen  Keimen,  die  aus  der  Theilung  des  Extremitätenkeimes ­
  hervorgegangen  sind,  werden  die  Keime  a  (Fig.  273)  sich
der  Hauptmasse  nach  zur  Schulter  und  den  Oberarm  oder  Oberschenkel
verwendet  und  werden  auch  fortan  den  entsprechenden  Namen  (Oberarmkeim ­
  z.  B.)  führen.  Die  Keime  b  (Fig.  273)  gehören  den  Unterarmen ­
  oder  Unterschenkeln  an  und  führen  auch  sofort  von  diesen  den
Namen,  die  Keime  c  (Fig.  274)  dagegen  sind  zur  Entwickelung  des
Fusses  oder  der  Hand  bestimmt;  ihre  Benennung  wird  daher  von  diesen ­
  Theilen  genommen  werden.  Die  muldenartigen  Zwischenräume
zwischen  den  einzelnen  Keimen  bleiben  entweder  ganz  leer,  wodurch
an  ausgebildeten  Extremitäten  die  einzelnen  Glieder  scharf  von  einander ­
  abgesondert  sind  oder  sie  füllen  sich  mit  neuen  Keimen  und
erhalten  dadurch  eine  besondere  Wichtigkeit.  Olecranum,  Patella
sind  solche  Einschaltungsstücke,  von  denen  alsbald  die  Rede  sein  soll.
Aber  selbst  in  den  grösseren  Keimen  gehen  wieder  neue  Spaltbildungen
vor  sich,  neue  Mulden  entstehen  und  wir  bemerken  daher  auch  kleinere ­
  Einschaltungsstücke,  als  da  sind  :  Gelenksköpfe,  Hand-,  Fusswurzelknochen
  und  dergleichen  mehr.  Alles  dieses  soll  weiter  unten  einer
ausführlichen  Untersuchung  unterzogen  werden.
Ich  theile  nun  noch  die  wenigen  Messungen  mit,  die  ich  zu
machen  Gelegenheit  fand,  mehr  um  auch  hier  auf  diese  Beweisfüh-
            
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