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Engel. Darstellung der ersten Entwickelung
wo sich die Extremitäten bilden, auftritt, ist es leicht möglich, am
Fcetusdurchsehnitte in früheren Entwickelungszeiten diese Stellen
von allen übrigen zu unterscheiden, und die äusseren Keime vergrössern
sich rasch in der an der Fig. 204 angegebenen Weise
nach vorne und der Querschnitt erhält die Fig. 206. Die Extremitäten
erscheinen als stumpfe, von beiden Seiten des Fcetus leicht
abstehende Fortsätze, deren Form im Aufrisse in der Fig. 176 M
abgebildet ist. Nimmt man in diesem Entwickelungsstadio Messungen
vor und zwar erstens die Breite ab (Fig. 204), dann jene cd und
endlich jene ef, so sieht man wohl, dass diese Grössen in einfachen
Verhältnissen stehen müssen, die auf den bekannten Grundsätzen
werden berechnet werden können. Neue Theilungen treten in den
Keimen (Fig. 272 a) auf, sie sind wieder Quertheilungen von aussen
nach innen und der Extremitätenstumpf vergrössert sich in einer
auf die Theilungsfurche senkrechten Richtung und überwachst
dadurch den Leibeskeim von beiden Seiten nach vorne. Das Resultat
dieser Bildung sind die (Fig. 273 oder 156) senkrechten
Seitenaufrisse. Endlich erfolgt die dritte und eine vierte letzte Theilung
in dieser Richtung; das Resultat dieser Theilungen sind die
Fig. 274, 275, welche die Extremität in der Seitenansicht darstellten.
So habe ich auch hier vorläufig die Extremitätenbildung auf
die einfachsten Grundformen der organischen Bildung zurückgeführt
und in die Erklärung nichts aufgenommen, was ich nicht selbst
beobachtet, oder wofür nicht viele bereits anerkannte Thatsachen
sprechen.
Noch muss erwähnt werden, dass mit den ersten Anfängen der
Extremität auch die Bildung der dazugehörigen Gefässe zusammenfällt,
so dass in allen den Furchungsmulden, die durch die Kernspaltung
entstehen, eben auch Gefässe beobachtet werden können. In der
Mitte der Innenseite jeder Extremität entwickelt sich vorerst ein einfaches
Gefäss, das bald mehrere Äste abgibt (Fig. 188), dem Rande
des Extremitätenstumpfes parallel zieht, frühzeitig ein Bogengefäss,
als dessen bleibendes Rudiment der Arcus arteriosus volaris und
plantaris betrachtet werden kann.
Während so die äusseren Formen in rascher Umbildung begriffen
sind, ist im Inneren der Extremität noch keine wesentliche Veränderung
vor sich gegangen. Auf Querschnitten sieht man nur jenen
Farbenunterschied, von dem ich bereits oben Erwähnung gethan, als