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Engel. Darstellung der ersten Entwickelung
vordere (270 n) dagegen ein Überbleibsel der vorderen Primitivrinne
gegen ihren unteren Tlieil durch die inzwischen geschehene Einlagerung
des Herzens bedeutend vergrössert ist und nur nach oben mehr
spitz zuläuft. Ohne Mühe wird man hier die beiden Mittelfellspalten,
den vorderen und hinteren, herausfinden und über das Zustandekommen
derselben Rechenschaft geben können; man wird sieb den Grund angeben
können, warum die grossen Gefässe des Thorax mit dem Herzen
innerhalb dieser Spalten, die Lungen dagegen ausserhalb derselben
sich finden, woher der Zusammenhang des hinteren mit dem
vorderen Spalten und was dergleichen Eigenthümlicbkeiten mehr sind.
Über alle diese Einzelheiten, so wie über Lauf und Ursprung der
venösen Gefässe kann ich jedoch erst später Genaueres mittheilen,
wenn ich die Entwickelung der Lungen ausführlicher zu betrachten
Gelegenheit nehmen kann.
Nach dieser nicht unbedeutenden Abschweifungseies mir vergönnt,
die in die Periode der Herzentwickelung fallende, wenngleich äusserlich
noch nicht erkennbare Ex tr emit ät e nbildung zu untersuchen.
Betrachtet man einen unversehrten Hühnerfcetus, so wird man an der
Stelle der künftigen Extremität sehr bald eine leichte Breitenzunahme
gewahr, wodurch namentlich das untere Ende des Fcetus die in der
Fig. 188 angegebene Gestalt annimmt. Dieser anfänglichen Aufschwellung
folgt bald eine deutliche Abgrenzung durch Farbe und
Durchsichtigkeit: dort wo die Extremität sich herausbildet, wird eine
grössere Menge minder durchsichtigen Plasma’s abgelagert und dem
Unterschiede in Farbe und Durchsichtigkeit folgt bald eine deutliche,
durch eine muldenartige Vertiefung erzeugte Abgrenzung, wodurch
der Fcetus die eben angegebene Form (vordere Ansicht) und die
(Fig. 176) Seitenansicht erhält. Rasch vergrössert sich nun der
Extremitätenkeim und erscheint in der unter 272 abgebildeten Form.
Bald erkennt man än demselben eine senkrechte Einschnürung (273),
wodurch die Extremität ein zweilappiges Ansehen erhält; diese Form,
verändert sich wieder und macht der Fig. 274 Platz, welche endlich
in die Form 275 (ein Hühnerflügel) übergebt. Hiermit ist
der Hauptausbau der Extremität vollendet und nun beschäftigt sich die
Natur grösstentheils mit der Anlage der inneren Theile der Extremität
und der weiteren Ausbildung und Vollendung des Hauptbaues.
Will man sieb aber nun über die Art der Extremitätenbildung
aus dem ursprünglichen Keime genaue Aufschlüsse verschaffen, so