Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

des  Circulations-,  Respirations-  und  Verdauungs-Apparates.  559

erst  erschlossen  werden;  doch  hat,  wie  man  sich  nun  vielleicht  überzeugt ­
  hat,  diese  Methode  keineswegs  einen  ganz  geringen  Werth.
Ich  werde  daher  hei  den  folgenden  Erörterungen  von  ihr  häufig
Gebrauch  machen;  im  Übrigen  hei  der  Darstellung  der  Gefässe  an
dem  bisher  befolgten  Grundsätze  festhalten,  dass  diese  Canäle  nie
in,  sondern  nur  zwischen  den  grösseren  Keimen  in  den  daselbst
befindlichen  Mulden  sich  entwickeln,  und  dass  man  daher  aus  den
Gefässen  wieder  auf  die  Lage  und  Anzahl  der  Spaltbildungen  in
dem  ursprünglichen  Keime  zurückschliessen  kann.
Ich  muss  nun  auf  früher  Gesagtes  und  bereits  gegebene  Zeichnungen ­
  zurückkommen,  und  an  diese  anknüpfen.
Wie  aus  dem  früher  Gesagten  erinnerlich  und  aus  der  Abbildung
(Fig.  117)  ersichtlich  ist,  waren  in  dem  von  mir  sogenannten  Brustraume ­
  zwei  Blastemkugeln  gebildet  worden,  von  denen  die  untere  B
die  Bildungsstätte  des  Herzens  war  und  Herzkeim  heisst,  die  obere
A  dagegen,  als  oberer  Brustkeim  bezeichnet  werden  soll.  Hinter
dem  Herzkeime  waren  dreiseitige  mit  homogener  Blastemmasse  ausgefüllte ­
  Räume  geblieben  (Fig.  117)  L,  die  ich  hintere  Brusträume
nenne  und  als  Bildungsstätten  der  Lungen  bezeichne,  der  beigegebene ­
  Durchschnitt  ist  ein  grösster  Durchschnitt  durch  den
Fffitus;  ein  seitlicher  Durchschnitt  würde  zwar  dieselben  Räume
aber  in  grösseren  Verhältnissen  geboten  haben.  Denkt  man  sich  den
Fcetus  quer  von  rechts  nach  links  und  in  der  Richtung  der  Linie  r  s
(Fig.  117)  geschnitten,  so  wird  die  Durchschnittsfigur  durch  262
dargestellt  werden  können,  wo  die  Bezeichnungen  denselben  Werth
haben,  ausserdem  aber  an  der  oberen  Thoraxblase  sowohl  als  an  der
Herzblase  bereits  eine  weitere  senkrechte  Furchung  bemerkbar  wird.
Während  nun  der  Herzkeim  rasch  zum  Herzen  und  Herzbeutel  sich
umgestaltet  und  dadurch  eine  bedeutende  Vergrösserung  sowohl  der
Breite  als  der  Höhe  nach  erfährt,  geht  der  obere  Brustkeim  A  einer
minder  raschen  Metamorphose  entgegen.  Diese  Metamorphose  ist
keine  andere  als  eine  abermalige  Quertheilung,  wodurch  ein  senkrechter ­
  Leibesdurchschnitt  des  Fcetus  eben  die  Formen  262  und  263
(Quer-  und  Profilschnitt)  erhält.  In  den  zwischen  diesen  einzelnen
Feimen  befindlichen  Zwischenräumen  entwickeln  sich  nun  die  Gefässe ­
  des  Brustraumes  und  zwar:  Zwischen  der  Herzblase  B  und
der  zweiten  oberen  Thoraxblase  c  (Fig.  263)  in  der  dadurch  gebildeten ­
  Mulde  verläuft  die  Arteria  puhnonalis  (264  ab),  welche  sich
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.