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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Engel.  Darstellung  der  ersten  Entwickelung

denen  eine  Scheidewand  hinzieht,  in  der  sich  später  Oesophagus  und
Trachea  entwickeln,  in  261  haben  sich  die  dicken  Leibeswände  aus
den  ursprünglichen  Kiemenbogen  herausgebildet.  Die  Leibesblase
hat  sich  bereits  metamorphosirt  um  in  a  das  neilgebildete  Herz
aufzunehmen;  152  zeigt  nun  alle  diese  Theile  in  ihrer  Vollendung.
Aus  der  Form  aller  zwischen  den  einzelnen  Kiemen  befindlichen  Mulden ­
  wird  nun  deutlich,  warum  die  Leibeswandungen  gegen  rückwärts
immer  am  dicksten  erscheinen,  hiermit  hei  beginnender  Organisation
der  Blastemmassen  auch  zuerst  ihre  vollkommene  Durchsichtigkeit
verlieren,  während  die  vorderen  Theile  derselben  Schichten,  weil
dünner,  noch  ganz  durchsichtig  sind,  daher  sich  die  Brust-  und  Bauchwandungen ­
  von  rückwärts  nach  vorne  zu  bilden,  respective  zu  entwickeln ­
  scheinen;  und  namentlich  scheint  das  Herz,  wegen  der  ungemeinen ­
  Durchsichtigkeit  der  bedeckenden  Schichfen  fgh  (Fig.  261)
noch  ganz  nackt  zu  liegen,  wenn  sich  bereits  die  Leibeswandungen
höher  oben  und  tiefer  unten  geschlossen  haben.
Ich  kann  diese  Schilderung  über  die  Herzentwickelung  nicht
beenden,  ohne  nicht  auch  den  Verlauf  der  aus  dem  Herzen  entspringenden ­
  grossen  Gefässe  darzustellen,  selbst  auf  die  Gefahr  hin,  dass
man  mir  ein  ungenaues  Einhalten  der  Entwickelungsperioden  zum
Vorwurfe  macht.
Ich  habe  oben  erwähnt,  dass  die  Gefässe,  welche  am  Halsblasteme ­
  (den  sogenannten  3  ersten  Kiemenbogen)  verlaufen,  mit  Unrecht ­
  den  Namen  der  Aortenbogen  erhalten  haben,  da  sie  weit  entfernt ­
  sind,  zum  Arcus  Aortac  und  seinen  grossen  Hauptästen  oder
zur  Pulmonalarterie  sich  zu  entwickeln;  dass  vielmehr  die  grossen
Gefässe  der  Brusthöhle  erst  dann  sich  bilden  können,  wenn  zum  mindesten ­
  die  Hauptkeime  der  Brustorgane  sich  gegenseitig  von  einander
abgeschieden  haben.  Die  Keime  für  die  Lungen  sind  zu  einer  Zeit
noch  nicht  sichtbar,  in  der  sich  bereits  die  Aortenbogen  entwickelt
zeigen;  die  bisher  sogenannten  Aortenbogen  sind  aber  noch  an  der
Stelle  vorhanden,  wo  sie  entstanden  waren,  während  die  Aorta  und
Pulmonalarterie  tief  unterhalb  derselben  und  mit  einem  ganz  anderen
Zusammenhänge  verlaufen.
Unglücklicherweise  macht  die  bald  eintretende  Undurchsichtigkeit ­
  der  Thoraxwände  jede  genaue  Beobachtung  der  Blutgefässe  im
Innern  des  Thorax  sehr  schwer,  und  Vieies  über  die  Entwickelung
dieser  Blutgefässe  muss  daher  aus  den  späteren  Entwickelungsstadien
            
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