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Engel. Darstellung der ersten Entwickelung
Im'Übrigen versteht es sich wieder von seihst, dass die Durchmesser
der verschiedenen Abtheilungen in gewissen Verhältnissen
stehen, die jedoch keineswegs constant, sondern je nach den Entwickelungszeiten
sehr veränderlich sind. Um nur ein und das andere Beispiel
hervorzuheben, so zeigte bei einem Hühnchen, dessen Herz noch
schlauchartig gestaltet war, der Aortenbulbus einen Durchmesser ab
— 243, das Fretum Halleri = 326, letzteres ist daher um y 8 von
ab grösser als ab, der Sinus auricularis ef desselben Herzens
mass 404, der gemeinschaftliche Ventrikel gh nur 240; ef ist sonach
um 3 / 8 gh grösser als gh, der Ventrikel wieder um ‘/ 4 kleiner als
das Fretum. In einem anderen Falle war a& = 11^; cd — 8S, folglich
cd-\— C -^-—ab-, gli — 276; ef—138, mithin gh=2ef\i. s. w.
und überall wird man diese sehr einfachen Verhältnisse wiederkehren
linden. Den Grund dieser Erscheinung glaube ich schon an einem
anderen Orte angegeben zu haben. Die Vergrösserung eines Keimes,
eines Schlauches geht nämlich mit der Spaltung oder Furchung seines
Inhaltes Hand in Hand und gibt uns sonach auch ein Mittel, eine solche
eingetretene Spaltbildung zu erkennen oder ihr Vorhandensein dann
zu beweisen, wenn eine directe Erkenntniss derselben nicht möglich
ist. — Seihst an den Ostien und den dazu gehörigen Klappen ist die
schon mehrfach genannte Art der Berechnung anwendbar, wie aus dem
nachfolgenden Beispiele hervorgeht: In der Fig’. 236 war der
Durchmesser der Aorta «6 = 119-0, jener des Lumens cd= 100,
p-19 \
Hieraus ergibtsich —^—=39-33 («) als Aussenwand, mithin Innenwand
= 40-33 (6), der Markraum 39-33 (c). Hieraus berechnet sich
der wirkliche Markraum cd zu+ 1= 100-33 was mit
der Beobachtung gut zusammentrifft, und bei einem Lumen des Aortenconus
von 100, hat der an demselben anliegende Zipfel derBicuspidalldappe
eine Dicke von 9-5=~(c—1). Durch Vergrösserung des
erstem wird sich dieses Verhältniss ändern, aber doch immer nur so,
dass eine Berechnung auf den angegebenen Grundlagen möglich wird.
Ein Paar Fälle über das Verhältniss der Dicke der Bicuspidalklappe
zum Durchmesser des Lumens des Aortenconus habe ich hier noch
zusammengestellt.