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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Engel.  Darstellung  der  ersten  Entwickelung

möglich  andere  geeignete  Durehsclmittsflguren  dieser  Theile  zu
geben,  docli  glaube  ich,  würde  eine  emsige  Beschäftigung  mit  denselben ­
  wohl  auch  zum  erwünschten  Ziele  führen.  Die  Entwickelung
der  innern  Theile  der  Vorhöfe,  hauptsächlich  aber  der  Vorkammerscheidewand ­
  und  der  halbmondförmigen  Klappe  wird  wohl  sonder
Zweifel  in  derselben  Art  zu  erklären  sein,  wie  jene  der  innern  Theile
der  Kammer.
Während  aller  dieser  Vorgänge  hat  das  Herz  völlig  seine  bleibende ­
  Form  (Fig.  229)  angenommen;  es  hat  sich  nun  auch  besonders ­
  in  die  Breite  und  zwar  hauptsächlich  gegen  die  rechte  Seite  hin
vergrössert,  dadurch  rückt  die  Pulmonalarterie  mehr  gegen  die
Mittellinie  der  vordem  Fläche;  auch  der  Durchmesser  von  vorn  nach
hinten  hat  nun  bedeutend  zugenommen,  so  dass  die  Pulmonalarterie,
die  in  der  Entwickelung  ihrer  Dimensionen  hinter  dem  'nunmehrigen
rechten  Ventrikel  bedeutend  zurückbleibt  (Fig.  236),  aus  der  vordem
Hälfte  dieses  Ventrikels  zu  entspringen  scheint;  die  Vorkammern
(besonders  die  rechte)  überragen  die  Ursprungsstelle  der  Pulmonalarterie ­
  um  vieles  und  auch  ihre  durch  spätere  Spaltung  entstandene
Erweiterung,  die  unter  dem  Namen  des  Herzohres  bekannt  ist,  hat
sich  um  die  rechte  und  theilweise  selbst  um  die  vordere  Fläche  der
Pulmonalarterie  herumgelagert.
Die  Lage  des  Herzens  ist  durch  diese  Fortschritte  in  der  Entwickelung ­
  eine  ganz  andere  geworden.  Ursprünglich  hatte  der  gekrümmte ­
  Herzschlauch  eine  ganz  symmetrische  Lage  (Fig.  187  Ä),
der  sogenannte  Bulbus  Aortae  lag  genau  in  der  Achse  des  Foetus;
aber  die  weitere  Entwickelung  geschah  vorzüglich  in  der  Bichtung
nach  links  und  rückwärts,  wie  aus  dem  bisher  Gesagten  deutlich  ist,
und  hierdurch  erhält  das  Herz  eben  bleibend  seine  schräge  Lage  im
linken  Theile  des  Thorax.  Die  sogenannte  Aorta  sammt  dem  Bulbus
(die  spätere  gemeinschaftliche  Gefäss-Scheide)  bleibt  auch  in  ihrer
ursprünglichen  Lage;  aber  die  Pulmonalarterie  und  die  eigentliche
(erst  spät  sich  bildende)  Aorta  nehmen  gleich  bei  ihrer  Bildung  jene
Lage  an,  welche  ihnen  auch  später  noch  eigenthümlich  ist.  Weiteres
glaube  ich  über  diese  Lageveränderungen  nicht  sagen  zu  müssen,  da
sie  ohnehin  Jedem,  der  sich  mit  dem  Detailstudio  beschäftigt,  leicht
und  gleichsam  von  selbst  äufstossen  werden.
Ich  halte  es  nun  wieder  an  der  Zeit,  einen  Ruhepunkt  zu  machen,
um  die  Zahlenbeweise  für  die  oben  vorgetragenen  Thatsachen  und
            
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