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Engel. Darstellung der ersten Entwickelung
möglich andere geeignete Durehsclmittsflguren dieser Theile zu
geben, docli glaube ich, würde eine emsige Beschäftigung mit denselben
wohl auch zum erwünschten Ziele führen. Die Entwickelung
der innern Theile der Vorhöfe, hauptsächlich aber der Vorkammerscheidewand
und der halbmondförmigen Klappe wird wohl sonder
Zweifel in derselben Art zu erklären sein, wie jene der innern Theile
der Kammer.
Während aller dieser Vorgänge hat das Herz völlig seine bleibende
Form (Fig. 229) angenommen; es hat sich nun auch besonders
in die Breite und zwar hauptsächlich gegen die rechte Seite hin
vergrössert, dadurch rückt die Pulmonalarterie mehr gegen die
Mittellinie der vordem Fläche; auch der Durchmesser von vorn nach
hinten hat nun bedeutend zugenommen, so dass die Pulmonalarterie,
die in der Entwickelung ihrer Dimensionen hinter dem 'nunmehrigen
rechten Ventrikel bedeutend zurückbleibt (Fig. 236), aus der vordem
Hälfte dieses Ventrikels zu entspringen scheint; die Vorkammern
(besonders die rechte) überragen die Ursprungsstelle der Pulmonalarterie
um vieles und auch ihre durch spätere Spaltung entstandene
Erweiterung, die unter dem Namen des Herzohres bekannt ist, hat
sich um die rechte und theilweise selbst um die vordere Fläche der
Pulmonalarterie herumgelagert.
Die Lage des Herzens ist durch diese Fortschritte in der Entwickelung
eine ganz andere geworden. Ursprünglich hatte der gekrümmte
Herzschlauch eine ganz symmetrische Lage (Fig. 187 Ä),
der sogenannte Bulbus Aortae lag genau in der Achse des Foetus;
aber die weitere Entwickelung geschah vorzüglich in der Bichtung
nach links und rückwärts, wie aus dem bisher Gesagten deutlich ist,
und hierdurch erhält das Herz eben bleibend seine schräge Lage im
linken Theile des Thorax. Die sogenannte Aorta sammt dem Bulbus
(die spätere gemeinschaftliche Gefäss-Scheide) bleibt auch in ihrer
ursprünglichen Lage; aber die Pulmonalarterie und die eigentliche
(erst spät sich bildende) Aorta nehmen gleich bei ihrer Bildung jene
Lage an, welche ihnen auch später noch eigenthümlich ist. Weiteres
glaube ich über diese Lageveränderungen nicht sagen zu müssen, da
sie ohnehin Jedem, der sich mit dem Detailstudio beschäftigt, leicht
und gleichsam von selbst äufstossen werden.
Ich halte es nun wieder an der Zeit, einen Ruhepunkt zu machen,
um die Zahlenbeweise für die oben vorgetragenen Thatsachen und