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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Engel.  Darstellung  der  ersten  Entwickelung

Namen  der  Bulbus  Aortae  bekannt  ist.  Dieser  Bulbus  geht  nur  in
den  ersten  Entwickelungsstadien  vom  obern  Ende  des  gemeinschaftlichen ­
  Herzschlauches  (Fig.  217)  aus,  später  dagegen  inserirt  er
sich  unter  einem  spitzen  Winkel  (Fig.  221)  in  die  vordere  (obere)
Herzfläche  und  da  sich  die  Abtheilung  (Fig.  221)  B  immer  mehr
nach  aufwärts  gegen  den  Punkt  a  verlängert,  so  scheint  sich  bei
weiterer  Entwickelung  der  Bulbus  Aortae  immer  mehr  der  Herzspitze
zu  nähern  (Fig.  221)  B.  Ein  Querschnitt  durchs  ganze  Herz,  nach
der  Richtung  der  Linie  c  d  B  (Fig.  221)  hat  daher  die  Gestalt
(Fig.  239),  wo  der  Bulbus  Aortae  von  der  Höhle  der  rechten
Kammer  noch  nicht  getrennt,  eine  einfache  Erweiterung  derselben
nach  vorne  darstellt.  Diese  Trennung  erfolgt,  indem  ein  rundliches
Blastem  c  (Fig.  240)  sich  zwischen  die  rechte  und  linke  Kammer
einschiebt,  und  da  dieses  sich  früher  consolidirt  als  jenes  der  rechten
Kammer,  so  erhält  jene  die  Gestalt  B  (Fig.  240),  wie  es  auch  die
natürliche  Durchschnittsfigur  235  zeigt.
Verfertigt  man  sich  aber  einen  Querschnitt  oberhalb  der  Linie
c  d,  etwa  in  der  Höhe  und  nach  der  Richtung  von  Fig.  227,  so
erhält  man  die  unter  236  dargestellte  Form.  Die  Entwickelung  derselben ­
  ist  folgender  Weise  zu  denken.  Der  Keim  des  linken  Ventrikels ­
  A  (Fig.  240)  unterliegt  hier  einer  neuen  Spaltung  (Fig.  241),
worauf  in  der  so  entstandenen  Furchungsmulde  ein  neuer  Keim  E
entsteht,  der  sonach  in  der  Wand  der  linken  Kammer  selbst  zu
liegen  scheint.  Durch  Vergrösserung  dieses  Keimes  und  Verschwinden ­
  der  aus  der  Spaltung  entstandenen  Scheidewand  bildet
sich  nun  die  Fig.  242  und  wenn  man  nun  die  ganze  Querschnittsfigur ­
  des  Herzens  zusammenstellt,  hat  man  die  Fig.  236,  wo  zu
den  bereits  bekannten  Keimen  noch  der  Keim  E  als  der  Keim  des
Conus  Aortae  hinzugetreten  ist.  Nur  eine  dünne  Blastemlage  trennt
diesen  Keim  von  der  Höhle  der  linken  Kammer,  die  durch  diese
neuerliche  Blastembildung  in  ihrem  Innern  nur  sehr  dicke  Wände
erhalten  hat.  Die  Scheidewand  a  b  wird  später  zur  Mitralklappe.
Durch  fortwährende  Furchung  der  Innenwand  der  Herzkammern
entstehen  die  Trabekeln  des  Herzens,  deren  Entwickelung  sehr  frühzeitig ­
  erfolgt.
Indem  nun  der  Keim  B  (Fig.  221)  und  ebenso  die  hintere  Abtheilung ­
  des  Keimes  K  (Fig.  223)  sich  in  der  Richtung  von  unten
nach  oben  vergrössern  und  einer  neuen  transversalen  Theilung  unter-
            
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