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Engel. Darstellung der ersten Entwickelung
beutelblastemscliichte stehen. Die zweite Lage gestaltet sich zu einer
doppelten Membrane, deren äusserer Theil dem fibrösen Herzbeutel,
der innere Theil dem Herzblasteme dicht anliegt. (Fig. 214.) Dort,
wo das Herzbeutelblastem an der Mulde des Herzblastems hinzieht,
nämlich bei mm (213), bleiben die beiden inneren (serösen) Blätter
des Herzbeutels mit einander verbunden (Fig. 214 aa), und hier
scheint demnach das parietale in das viscerale Blatt des Herzbeutels
umzubiegen. So entstehen Herzbeutel und Herz zu gleicher Zeit, und
eine Entwickelungshemmung des ersteren müsste wohl auch von einer
Entwickelungskranklieit des letzteren begleitet sein. Von einem nachmaligen
Einstülpen des Herzens oder Hineinwachsen des Herzens in
den ursprünglich ganz geschlossenen Herzbeutel ist hier ebenso wenig
die Rede als bei anderen Organen, die mit serösen Häuten bekleidet
sind, und das angeführte Bildungsgesetz ist von gleicher Gültigkeit
für alle in seröse Höhlen hineinragenden Parenchyme.
Innerhalb der so gebildeten Höhle können erst die Herzkeime
sichtbar werden. — Es ist mir zwar nicht geglückt, das noch ungeformte
Blastem des Herzens zu isoliren, doch kann ich wenigstens
behaupten, dass die erste Form des Herzschlauches keineswegs die
eines ganz geraden oder nur leicht gewundenen Canales ist, sondern
gleich ursprünglich eine hufeisenförmige Krümmung darbietet. Es
wird aber nicht schwer sein, die Beschreibung der ersten Anfänge der
Herzentwickelung zu geben, während für die späteren Entwickelungsstadien
an geeigneten Präparaten kein Mangel ist.
Die ersten Herzkeime werden in der Höhle des gemeinschaftlichen
Keimes für den Herzbeutel und das Herz zuerst als zwei kugelige
Massen sichtbar werden (Fig. 21S). Jede der beiden Kugelmassen
unterliegt einer abermaligen Theilung, deren Ergebniss die
in der Fig. 216 gegebene Form Veränderung ist, womit bald eine
Grössenvermehrung derjenigen Hälfte verbunden ist, welche an der
linken Seite des Foetusleibes liegt; denkt man sich den Fcetus auf
dem Bücken liegend, so erscheint die mit A hezeichnete Hälfte als
die rechte des Fcetus und somit als der spätere Aortenconus; die mit
B versehene Hälfte ist auf der linken Seite des Fcetus befindlich und
enthält die Anlage für das linke Herzohr und die Herzkammern
(Fig. 217). Bei gelungenen Präparaten liegen beide Schenkel dieser
nun hufeisenförmigen Krümmung genau in derselben Höbe und in
einer Ebene, welche gegen jene eines horizontalen Kiemenbogen-