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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Engel.  Darstellung  der  ersten  Entwickelung

ständig  ausfüllen  können,  indem  die  ursprüngliche  Leibeshölde
eine  sehr  langgedehnte  Ellipse  darstellt,  so  bleiben  noch  einige  freie
Stellen  im  Brust-  und  Unterleibsraume  zurück,  die  zur  Ablagerung
neuer  Keime  verwendet  werden.  Diese  Stellen  entsprechen  den
beiden  Polen  der  grossen  Körperblase,  ferner  dem  Orte  wo  die
Herzblase  mit  der  Unterleibsblase  zusammentrifft,  und  sind:  an
den  Polen  der  Ellipse  die  Räume  M  und  V  in  den  Figureu  177,
1S9,  195,  dann  die  Räume  C  in  den  Figuren  177,  192,  195.
Diese  Räume  versteht  die  Natur  zur  Ablagerung  neuer  Blasteme
und  Keime  zu  benützen,  und  so  entsteht  in  dem  Raume  M  ein
kleines  kugeliges  Blastem  B  (Fig.  178),  das  sich  bald  darauf  in
2  Blasteme  B  (Fig.  179)  und  hierauf  in  4  Blasteme  (Fig.  190)
spaltet.  Diese  Blasteme  sollen  die  obersten  Brustblasteme  oder
Keime  heissen.
Die  Räume  C  (Fig.  177,  192,  195)  von  ungleich  dreiseitiger
Form  sind  zur  Aufnahme  eines  ebenso  gestalteten  Blastemes  bestimmt.
Es  ist  das  Blastem  der  Lunge.  Dasselbe  ist  anfangs  so  klein,  und
dabei  so  weich,  dass  es  überhaupt  leicht  übersehen  werden,  und  seine
Entwickelung  in  eine  viel  spätere  Periode  verlegt  werden  konnte.
Es  erscheint  nur  ganz  schüchtern  zu  beiden  Seiten  und  hinter  dem
Herzkeime,  dem  fast  der  ganze  Brustraum  angehört.
Der  untere  Pol  V  (Fig.  177)  der  Leibes-Ellipse  wird  von  einem
rundlichen  Blasteme  erfüllt,  dem  Blasteme  C  (Fig.  178,  179,  196),
welches  zur  Entwickelung  der  Geschlechtsorgane  bestimmt  ist  und
daher  auch  schlechtweg  der  Sexualkeim  genannt  werden  soll.  Von
diesen  Entwickelungen  später.
Das  Herz  scheint  daher  anfangs  unmittelbar  unter  der  Kopfblase ­
  und  ganz  nackt  zu  liegen,  denn  auch  hier  sind  die  vollkommen
durchsichtigen  Wände  des  Foetusleibes  ohne  Zusatz  eines  trübenden
oder  coagulirenden  Mediums  nicht  zu  sehen;  nach  Anwendung
eines  solchen  Mediums  erscheint  ein  sehr  zarter  Überzug,  wie  dies  in
den  Figuren  152  und  261  an  Querschnitten  deutlich  zu  sehen  ist.
Beim  Präpariren  reisst  dieser  Überzug  aber  so  leicht  ein,  dass  er
bisher  übersehen  werden  konnte.
Zwischen  dem  Herzkeime  A  und  dem  obersten  Brustkeime  B
(Fig.  178)  ist  aber  noch  ein  kleiner  dreiseitiger  Raum  B.  Den  Rändern ­
  dieses  Raumes  folgend,  fliessen  hier  die  vorderen  Jugularvenen
und  die  Cardinalvenen  zu  einem  Stämmchen  zusammen  (Fig.  117)
            
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