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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Engel.  Darstellung  der  ersten  Entwickelung

Keimen  von  oblonger  Form  zusammengesetzt  erscheint  (Fig.'183).
Selbst  bei  grossen  Hülinerfcetus,  wie  z.  B.  eine  Abbildung  (Fig.  188)
darstellt,  ist  die  Stelle  ab  wo  der  ursprüngliche  Vorder-  und  Hinterleibskeim ­
  zusammenstossen,  durch  eine  querliegende  Einschnürung,
so  wie  der  dreiseitige  Raum  ach  (Fig.  183,  184),  an  dem  alle4
Blasen  Zusammentreffen,  zu  erkennen.  Der  Foetusleib  (Fig.  188)
scheint  sich  nämlich  hei  dem  Punkte  c  zu  öffnen  ,  und  in  die  breiten
divergirenden  Blätter  c  a  und  c  b  auszulaufen.  In  der  That  ist  dies
nicht  der  Fall,  aber  die  grosse  Durchsichtigkeit  des  Ilinterleihskeiines
macht,  dass  derselbe  von  dem  Punkte  c  (Fig.  188)  bis  zum  Punkte
d  nicht  gesehen  werden  kann  und  daher  hei  der  Präparation  auch
gewöhnlich  entfernt  wird.  Die  Wände  des  Vorder-  und  Ilinterleibskeimes
  lassen  sich  von  den  Wänden  der  grossen  Leibesblase  dort,
wo  sie  dieselben  berühren,  nur  sehr  schwer  trennen,  sie  scheinen
vielmehr,  wie  dies  in  der  Fig.  176  dargestellt  ist,  mit  denselben
verschmolzen.  Dort  wo  der  Vorder-  und  Hinterleihskeim  sich  berühren, ­
  nämlich  nach  der  Linie  ab  (Fig.  176),  verschmelzen  wieder
die  sich  berührenden  Wände  zu  einer  einzigen  Schichte  und  so  bildet
sich  eine  quer  durch  den  Foetusleib  von  vorn  nach  hinten  verlaufende
Scheidewand  ab  (Fig.  176),  welche  in  der  Mitte  schmäler,  gegen
ihre  Peripherie  (welche  nahezu  kreisrund  erscheint)  dicker  ist.  Diese
Scheidewand  ist  das  künftige  Zwerchfell.  Seine  Entwickelung  fällt
sonach  in  die  früheste  Periode  des  Fcetuslebens;  gesehen  kann
dasselbe  aber  erst  zu  einer  Zeit  werden,  wo  die  histiologische  Entwickelung ­
  bereits  so  weit  vorgerückt  ist,  dass  die  Theile  ihre  vollkommene ­
  Durchsichtigkeit  verloren  haben,  und  dies  geschieht  am
Zwerchfelle  gewöhnlich  erst  dann,  wenn  die  Leber  und  das  Herz
schon  deutlich  zu  erkennen  sind.  Übrigens  kann  auch  (und  bei  einigen
Thierclassen  ist  dies  Norm)  diese  Scheidewand  bis  auf  ein  kleineres
oder  grösseres  peripheres  Rudiment  verschwinden;  analoge  Vorgänge
des  Verschwindens  solcher  Scheidewände  kommen  in  der  Entwickelungsgeschichte ­
  unzählige  vor.
Die  Stelle  an  der  die  vier  Leibesblasen  des  Fcetus  A,  A,  B,  B,
(Fig.  183)  zusammenstossen,  hat  die  Gestalt  eines  von  krummen
Linien  zusammengesetzten  Viereckes.  Auch  in  der  Mitte  des  künftigen ­
  Zwerchfelles  muss  sich  eine  ähnliche  Stelle  finden,  wie  die  in
der  Fig.  183  im  Aufrisse  dargestellte  Figur  acbd.  Irre  ich  nicht,
so  dient  diese  Stelle  zur  Bildung  des-mittleren  sehnigen  Theiles  vom
            
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