Untersuchungen über den ein- und zweiaxigen Glimmer.
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beziehen) und A BC die Seite jener abgeleiteten Gestalt dar, welche
als Zusammensetzungs-Fläche in den meisten Fällen gefunden wird.
Die Dreiecke OBC und OFC' sind ähnlich, man hat somit
0 C :c — b-.c sin d
OC = -Asin
o
setzt man hier d = 10°, so wird OC — 5-76 b. Da keine Messungen
vorhanden sind, um für die hier angenommene Grundgestalt
ABC' bestimmte Abmessungen zu liefern (nur das Verhältniss von
a: b ist gegeben; es ist = sin 60°: sin 30°), so wäre es gar nicht
unangemessen diese Zwillingsfläche selbst zur Construction einer
solchen zu benützen, da bekanntlich die Zwillingsflächen immer in
der Reibe der combinationsfähigen Gestalten sich finden. Man hätte
dem zufolge eine Grundgestalt, deren Abmessungen
a:b:c: d — 5*758: 1 -732 : 1 :1
sind. Die Zwillingsfläche im Zinnwalder Glimmer entspricht dann
einer abgeleiteten Gestalt, von derselben Höbe aber verschiedener
Basis; es ist für dieselbe
a : b : c : d — 5-758 : 0-577 : 1 : 1
die Zusammensetzungsfläche endlich, welche in dem obenangeführten
Zwiesler Zwilling vorkommt, gehörte einer Gestalt an, welche durch
folgendes Verhältniss gegeben, wäre:
a :b : c : d — 5-758 : 3-732 : 1 : 1
und es verhalten sich somit diejenigen Diagonalen, welche allein
eine Abänderung in den 3 Gestalten erleiden wie
tg GO» : tg 30° : tg 75° = 1 • 732 : 0-577 : 3-732.
Diese Verhältnisse sind an und für sich nicht unmöglich und
es wäre die Zwillingsbildung bei ungestörter Spaltbarkeit somit noch
kein genügender Grund das Vorhandensein schiefer Krystall-Axen
zu läugnen, wäre nur in der Natur irgend ein weiterer Anhaltspunkt
für solche Abmessungen zu finden. Doch vergebens sucht man nach
Abstumpfungen, die sich aus der hier versuchsweise angenommenen
Grundgestalt ableiten, oder aus welchen sich solche schiefaxige
Gestalten construiren Hessen, welche ihrerseits die Ableitung der
Zwillingsflächen erlaubten. Und so lange dies nicht möglich ist,
wird immer die Zugrundelegung orthogonaler Axen das einfachste
Sitisb. d. mathem.-natunv. CI. XI. Bd. I. Hft. 4