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Pohl.
Schliesslich kann ich nicht umhin, dem eben Angeführten noch
einige Bemerkungen beizufügen, welche grossentheils blosse Folgerungen
der gemachten Vergleichungen sind.
Ohsehon lange von den Physikern erkannt, wird von vielen
Mikroskopikern noch immer nicht eingesehen, dass die Wirksamkeit
selbst der neuesten Mikroskope bald ihre Grenze erreiche, wenigstens
für die jetzt gewöhnlich gebräuchlichen Probeobjecte. Man sieht
daher schon mit verliältnissmässig niedrigen Vergrösserungen dasselbe,
wie mit den stärksten, welche bloss dazu dienen, in einzelnen
Fällen das Gesehene weiter auszubreiten, ohne es desswegen deutlicher
zu machen; ja im Gegentheile verliert bei diesen hohen Vergrösserungen
das Bild meistens wieder an Schärfe
Dieses Maximum der Leistung liegt für Plössl’s Mikroskope
undNobert’s Prüfungsscale mit XV Gruppen hei einer etwa 200maligen
Vergrösserung; ohsehon für selbe zu erwarten steht, dass
für die neuesten Probeplatten (Interferenz-Platten) Nobert’s mit
XXI Liniengruppen ihre Leistungsfähigkeit noch nicht abgeschlossen
sei. Beim kleinen Mikroskope von Nach et wird die Grenze der
Wirksamkeit hei etwa 350maliger Vergrösserung erreicht; für dessen
grosses Instrument mit ungefähr 900, während bezüglich des Mikroslcopes
von Prokesch in diesem Sinne die Vergrösserung 200 gilt.
Wenn es auch unläugbar ist, dass je besser ein Mikroskop, man
desto später, d. h. mit um so stärkeren Vergrösserungen die Grenze
der Wirksamkeit erreiche, so darf doch dieser Satz nicht in der
Allgemeinheit undUnbedingtheit hingestellt werden, wie dies gewöhnlich
geschieht. Es handelt sich nicht bloss darum, zu wissen, wie
weit die Grenze der Wirksamkeit eines Mikroskopes hinausgerückt
sei, sondern zugleich auch um die dabei eintretende Grösse der Leistung.
Die Güte eines Mikroskopes muss sonach immer zugleich in
Hinsicht dieser beiden Richtungen beurtheilt werden, und in diesem
Sinne stehen unter den von mir geprüften Instrumenten die von
Plössl obenan.
Aus Obigem lässt sich ferner mit einiger Sicherheit das Verhältnis
bestimmen, in dem als Probeobject die Flügelschuppen von
Hipparclna, Janira (Weibchen) zu den Liniengruppen Nobert’s
stehen. Die Distanzen der Querstreifen an ersteren, betragen nämlich
ungefähr 0-00083 Millimeter oder etwa 0-00037 Pariser-Linien.
Es fällt daher dieses Probeobject bezüglich seiner Feinheit zwischen