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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Pohl.

III)  4.  Vergrösserung  576,  nach  Einschaltung  des  Prismas  die  Querstreifen ­
  unvollkommen  zu  sehen.
III)  5.  Vergrösserung  720,  bei  Gebrauch  von  Nachet’s  Prisma
treten  die  Querstreifen  deutlich  hervor.
7.  Kleines  Mikroskop  von  Prokesch  in  Wien  *).
Das  geprüfte  Instrument  wurde  im  April  1853  vollendet,  gehört
dem  Dr.  Marenzeller  und  stimmt  in  der  Form  sowie  den  Dimensionen ­
  so  ziemlich  mit  dem  früher  beschriebenen  kleinen  Mikroskope
von  Nachet  überein.  Die  hier  nicht  ausdrücklich  erwähnten  Bestandtheile
  sind  daher  mit  den  entsprechenden  des  Letzteren  identisch.
Die  Höhe  des  Trommelfusses  mit  der  Objecttisch-Platte  beträgt
90  Millimeter,  die  Platte  selbst  ist  viereckig  von  85  Millimeter  Seite.
Zur  Modificirung  des  von  einem  Concavspiegel  gelieferten  Lichtes
dienen  4  austauschbare,  vertical  auf  und  ab  bewegliche  Blenden  von
5,  3,  2  und  1*5  Millimeter  Durchmesser,  die  in  einen  Schlitten  eingesetzt ­
  werden,  um  mittelst  dieses  ohne  Störung  der  Beobachtung
auswechselbar  zu  sein.  Die  Öffnung  in  der  Mitte  der  Tischplatte
hat  16  Millimeter  und  der  Concavspiegel  34  Millimeter  im  Durchmesser. ­
  Zur  Beleuchtung  opaker  Objecte  ist  eine  Sammellinse  von
28-  5  Millimeter  Durchmesser  beigegeben,  die  unmittelbar  an  den
Mikroskop-Träger  gesteckt,  mittelst  dreier  Kniee  alle  nöthigen  Bewegungen ­
  und  Stellungen  zulässt.
Die  Mikroskopröhre  ist  normal  180  Millimeter  lang,  auseinander
gezogen,  so  dass  noch  scharfe  Bilder  entstehen,  hat  sie  die  Länge
von  235  Millimeter  bei  einem  Durchmesser  von  25  Millimeter.  Die
Totalhöhe  des  Instrumentes  fand  ich  bei  zusammengeschobener  Röhre
im  Mittel  gleich  284  Millimeter,  bei  ausgezogener  Röhre  gleich
329  Millimeter.
Der  optische  Theil  besteht  aus  4  Okularen  und  6  Objectiven,
mit  den  Durchmesser:

0  =  8-0  Millimeter;
1=7-0
11  =  5-75

III  =  5-0  Millimeter;
IV  =  4-0
V  =  4-0

Damit  wird  hei  passender  Beleuchtung  und  zusammengeschobener ­
  Mikroskopröhre  Folgendes  geleistet:

’)  Vorstadt  Windmühle  ,  Kotligasse  Nr.  46.  Das  ganze  Instrument  in  Scliatulle
  von  Mahagoni  kostet  60  fl.  C.  M.
            
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