Beiträge zur Prüfung der Mikroskope.
529
Bei der Prüfung von Probeobjecten, welche mit einem 0 • 2 Millimeter
dicken Deckgläschen bedeckt waren, liess das Mikroskop
bezüglich der definirenden Kraft nichts zu wünschen übrig, in Rücksicht
der penetrirenden Kraft wurden aber folgende Resultate erhalten:
Hipparchia Janira, Weibchen.
I) 1. Vergrösserung 85, gibt normal die Längenstreifen scharf
getrennt, hei Anwendung von Nachet’s Prisma dasselbe.
I) 4. Vergrösserung 296. Die Querstreifen sind schwach und
körnig zu sehen, mit eingeschaltetem Prisma von N a c h e t
klar.
I) 5. Vergrösserung 370 zeigt die Querstreifen nur stellenweise,
mit dem Prisma sehr schön.
I) 6. Vergrösserung 486. Die Querstreifen erscheinen etwas körnig,
nach Einschiebung von Nachet’s Prisma aber scharf.
I) 7. Vergrösserung 656. Es sind bloss die Längenstreifen körnig
sichtbar, nach Anwendung des Prismas zwar auch die Querstreifen
aber ungleichförmig.
Hipparchia Janira, Männchen.
I) 5. Vergrösserung 370, gibt hei Benützung von Nachet’s
Prisma eine Andeutung der Streifung.
I) 6. Vergrösserung 486, zeigt mit dem Prisma zwar die Streifen,
aber nicht scharf getrennt.
II) 6. Vergrösserung 687, dann III) 6, Vergrösserung 920 gibt
dasselbe, ebenso die Combination I.) 7 mit der Vergrösserung
656.
Lycaena Argus.
I) 1. Vergrösserung 83, die Längenstreifen erscheinen deutlich.
I) 4. Vergrösserung 296, man sieht die Längenstreifen ausgezeichnet.
I) 5. Vergrösserung 370, es erscheinen hei Anwendung von
Nachet’s Prisma die Querstreifen klar, vom Übrigen kein
klares Bild.
II) 2. Vergrösserung 239, zeigt bloss die Längenstreifen höchst,
klar.
III) 2. Vergrösserung 321, die Längenstreifen sind punktirt.
HI) 3. Vergrösserung 503, dasselbe.