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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Beiträge  zur  Prüfung  der  Mikroskope.

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6.  Grosses  Mikroskop  von  Nachet.
Im  Jahre  1881  direct  von  Nachet  gekauft  und  Eigenthum  des
Dr.  He  sc  hl.  Dieses  Instrument  hat  ebenfalls  einen  massiven,  runden
Trommelfuss  von  Messing,  der  mit  einer  runden,  schwarzen  und  mattgeschliffenen
  Glasplatte  bedeckt  ist,  welche  als  Objecttisch  dient.
Der  Durchmesser  des  so  gebildeten  Tisches  kömmt  98  Millimeter
gleich  und  dessen  Höhe  108  Millimetern.  Da  der  Fuss  ziemlich  schwer
ist,  so  hat  das  Instrument  einen  ausgezeichnet  festen  Stand.  Als
Beleuchtungsapparat  dient  für  transparente  Objecte  ein  Doppelspiegel,
nämlich  aus  einem  planen  und  einem  concaven  bestehend,  welcher
jedoch,  nur  um  eine  horizontale  Axe  drehbar,  bloss  Strahlen  parallel
der  Längenaxe  des  Mikroskopes  auf  die  Objective  wirft.  Zur  Modificirung ­
  der  von  dem  Spiegel  gelieferten  Beleuchtung  gehört  der
bekannte  vollständige  ApparatDujardin’s,  dessen  Linsensystem  aber
auch  als  Objectivsystem  benutzt  werden  kann,  und  in  der  Folge
immer  mit  D  bezeichnet  vorkommt;  ferner  drei  Blenden,  zu  deren
leichten  Austausch  die  Hebelvorrichtung  zum  Heben  und  Senken  derselben, ­
  mittelst  eines  Schlittens  unter  dem  Tische  des  Mikroskopes
hervorgezogen  werden  kann.  Zu  grelles  Licht  wird  mittelst  einer
Blende  von  mattgeschliffenem  Glase  gedämpft.  Endlich  um  auch
Lichtstrahlen  unter  einem  Winkel  durch  das  Object  gelangen  zu
lassen,  dient  das  in  neuester  Zeit  so  vielbesprochene  Prisma
Naehet’s,  aber  in  seiner  ursprünglichen  Form,  ohne  der  von
Shadbolt  vorgeschlagenen  Verbesserung 1 ).  Zur  Beleuchtung
opaker  Gegenstände  liegt  keinerlei  zweckmässige  Vorrichtung  bei.
Die  massiv  aus  Messing  gearbeitete  Mikroskopröhre  ist  220  Millimeterlang ­
  bei  340  Millimeter  Durchmesser,  die  Totalhöhe  des  Instrumentes ­
  beträgt  beim  Gebranche  im  Mittel  00  Millimeter.  Der  Körper ­
  des  Mikroskopes  kann  bei  feststehender  Beleuchtung  centrisch
um  seine  Längenaxe  gedacht  werden,  seine  grobe  verticale  Bewegung
erhält  er  mittelst  freier  Hand,  die  feine  hingegen  durch  eine  Mikrometerschraube. ­

Der  optische  Theil  des  Mikroskopes  besteht  aus  3  Okularen
und  8  eigentlichen  Objectivsystemen,  deren  Linsen  wieder  nur  unverändert ­
  combinirt  gebraucht  werden  können.
D  Transactions  of  the  Microscopical-Sociely  of  London.  Vol.  III.  p.  79,
            
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