Beiträge zur Prüfung der Mikroskope.
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6. Grosses Mikroskop von Nachet.
Im Jahre 1881 direct von Nachet gekauft und Eigenthum des
Dr. He sc hl. Dieses Instrument hat ebenfalls einen massiven, runden
Trommelfuss von Messing, der mit einer runden, schwarzen und mattgeschliffenen
Glasplatte bedeckt ist, welche als Objecttisch dient.
Der Durchmesser des so gebildeten Tisches kömmt 98 Millimeter
gleich und dessen Höhe 108 Millimetern. Da der Fuss ziemlich schwer
ist, so hat das Instrument einen ausgezeichnet festen Stand. Als
Beleuchtungsapparat dient für transparente Objecte ein Doppelspiegel,
nämlich aus einem planen und einem concaven bestehend, welcher
jedoch, nur um eine horizontale Axe drehbar, bloss Strahlen parallel
der Längenaxe des Mikroskopes auf die Objective wirft. Zur Modificirung
der von dem Spiegel gelieferten Beleuchtung gehört der
bekannte vollständige ApparatDujardin’s, dessen Linsensystem aber
auch als Objectivsystem benutzt werden kann, und in der Folge
immer mit D bezeichnet vorkommt; ferner drei Blenden, zu deren
leichten Austausch die Hebelvorrichtung zum Heben und Senken derselben,
mittelst eines Schlittens unter dem Tische des Mikroskopes
hervorgezogen werden kann. Zu grelles Licht wird mittelst einer
Blende von mattgeschliffenem Glase gedämpft. Endlich um auch
Lichtstrahlen unter einem Winkel durch das Object gelangen zu
lassen, dient das in neuester Zeit so vielbesprochene Prisma
Naehet’s, aber in seiner ursprünglichen Form, ohne der von
Shadbolt vorgeschlagenen Verbesserung 1 ). Zur Beleuchtung
opaker Gegenstände liegt keinerlei zweckmässige Vorrichtung bei.
Die massiv aus Messing gearbeitete Mikroskopröhre ist 220 Millimeterlang
bei 340 Millimeter Durchmesser, die Totalhöhe des Instrumentes
beträgt beim Gebranche im Mittel 00 Millimeter. Der Körper
des Mikroskopes kann bei feststehender Beleuchtung centrisch
um seine Längenaxe gedacht werden, seine grobe verticale Bewegung
erhält er mittelst freier Hand, die feine hingegen durch eine Mikrometerschraube.
Der optische Theil des Mikroskopes besteht aus 3 Okularen
und 8 eigentlichen Objectivsystemen, deren Linsen wieder nur unverändert
combinirt gebraucht werden können.
D Transactions of the Microscopical-Sociely of London. Vol. III. p. 79,