Beiträge zur Prüfung der Mikroskope.
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sahen. Mohl führt an 1 ), dass die Querstreifen bei den ausgezeichnetsten
Instrumenten erst bei einer 220maligen Vergrösserung
erscheinen; Schleiden 3 ) als höchste Leistung eines Mikroskopes
von Oberhäuser, dass schon bei lSömaliger Vergrösserung,
wenn auch sehr zart die Querstreifen erkennbar seien; und endlich
Schacht 3 ), dass er mit seinem Mikroskope von Oberhäuser bei
schiefer Stellung des Spiegels und 200maliger Vergrösserung dieselben
sehe, welche sieh dann fast zu berühren scheinen. Ebenso
sollen die Längenstreifen mittelst eines sehr guten Mikroskopes bei
80maliger Vergrösserung zu beobachten sein, während das eben
besprochene Instrument bei der Vergrösserung 89 bereits die Längenstreifen
getüpfelt zeigt.
3. Grosses Mikroskop von Plössl,
nach Krakau bestimmt, im Frühjahre 18S2 vollendet und dem
Baue nach gleich dem, der kaiserl. Akademie der Wissenschaften
gehörigen.
Dieses Instrument konnte ich wegen Mangels an Zeit hinsichtlich
seiner Leistungen nicht genau durchprüfen, allein mit Okular I und
Objectivsystem ö —|— 6 —j— T, sowie nach Plössl einer etwa 330maligen
linearen Vergrösserung löste es bei schiefer Beleuchtung die
XV. Gruppe an Nobert’s Prüfungsscale sehr schön. Mit derselben
Linsen-Combination liess sich direct, ohne weitere Hülfsvorriclitung,
die Zahl der Linien in der X. Gruppe zählen; ich fand selbe bei vier
Zählungen zu:
22, 21, 23 und 21.
Nobert gibt die Zahl der Linien dieser Gruppe zu 21 an.
An allen genannten Mikroskopen von Plössl sind die schwächeren
Vergrösserungen mit oder ohne Anwendung von dünnen Deckgläschen
über dem Objecte brauchbar, bei den stärkeren Vergrösserungen
hingegen wirkt der Gebrauch derselben unbedingt nachtheilig,
da man damit kein scharfes Bild erhält. In neuester Zeit hat jedoch
Plössl die Objectiv-Linsen 5, 6 und 7 seiner Mikroskope unverän-*)
Mohl, Mikrographie. gr. 8°- Tübingen 1846, S. 182.
') Schleiden, Grundzüge der wissenschaftlichen Botanik. 3. Auflage. Leipzig
1849. I. Band, S. 93.
“) Schacht, Das Mikroskop und seine Anwendung etc. gr. 8 0, Berlin 1851,
S. 20.
Sitzb. d. mathem.-naturw. CI. XI. Bd. III. Hft.
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