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Pohl.
Beleuchtung bereits die Querlinien auf den Flügelschuppen von
Hipparcliia Janira, allein einander fast berührend und so zart,
dass man erst bei längerer Betrachtung des Objectes dieselben
ausnimmt.
2. Grosses Mikroskop von Plössl.
Im Frühjahre 1852 vollendet und Eigenthum der kaiserl. Akademie
der Wissenschaften. Wenn auch dieses Instrument in Bezug
auf den optischen Theil gegen das eben beschriebene nur geringe
Abänderungen darbietet, so ist doch die Adjustirung wesentlich vervollkommnet
worden. Der runde Ohjecttisch steht nämlich fest und
hat oben eine drehbare Platte von polirtem Messing, in Folge dessen
aber unter manchen Umständen falsches Licht in das Auge gelangen
kann. Diese Platte besitzt an der Peripherie eine Theilung in 360°,
so dass ihre Drehungen mittelst eines feststehenden Indexes ablesbar
sind. Der obere Theil des Tisches hat übrigens noch zwei feine auf
einander senkrechte Bewegungen, deren eine durch den unabnehmbar
mit dem Tische verbundenen Schraubenmikrometer, die andere durch
eine feine Schraube hervorgebracht wird. Durch diese Einrichtung
ist zwar zu Messungen mit dem Schraubenmikrometer die nöthige
Festigkeit erzielt, allein er kommt dabei in Gefahr, manchmal durch
Flüssigkeiten etc. verunreinigt zu werden, abgesehen davon, dass die
rechts vom Objecttische etwas hoch vorstehende Schraubentrommel
beim Präpariren oft hindernd im Wege steht. Als Objectenklemme
dient noch immer die hufeisenförmige, welche jedoch leicht abgeschraubt
werden kann, wornach die Tischfläche eben erscheint. Unter
dem Tische befindet sich zur Modificirung des durchfallenden
Lichtes wieder die horizontal verschiebbare, dreifach durchlöcherte
Scheibe und das nöthige Licht wird von einem Concavspiegel geliefert,
der auch in einer Kugelzone ausser die Axe des Instrumentes
gerückt werden kann. Die verticale, zarte und feine Bewegung der
Mikroskopröhre geschieht mittelst Triebes und Mikrometerschraube.
Der Tisch steht 140 Millimeter über dem Arbeitstische und die
Totalhöhe des Instrumentes ist bei Verwendung des Objeetivsystemes,
S —j— 6 -4- 7 gegen 448 Millimeter. Die Zahl der Objective beträgt 7,
die der Okulare mit dem aplanatischen vier; im Okular II ist ein für
allemal ein Fadenkreuz eingesetzt, das, um es genau in den Brennpunkt
zu bringen, bloss mit freier Hand verschoben werden kann,