Beiträge zur Prüfung der Mikroskope.
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meterschrauben horizontal verschoben werden konnte. Zur Regelung
des, von einem Concavspiegel ausgesandten Lichtes für transparente
Gegenstände diente eine horizontal verschiebbare Blende mit 3 verschieden
grossen Öffnungen und zur Betrachtung opaker Körper ein
Prisma nach Seiligue, sowie eine Sä Millimeter im Durchmesser
haltende Sammellinse auf besonderem Stative. Mittelst des beigegebenen
Schrauben-Mikrometers konnte die vermöge seiner genau
geschnittenen Schraube erreichbare Genauigkeit bei der Messung nicht
erzielt werden, da einerseits in Folge der Befestigungsart, anderseits
wegen der geringen Stabilität des Objecttisches der Mikrometer
zu leicht beweglich war, um beim Drehen der Schraube nicht auch
selbst eine Bewegung zu erleiden. Später ward von Plössl selbst
dessen Vorrichtung zur schiefen Beleuchtung mittelst des Concavspiegels
angebracht, durch welche der letztere in einer Kugelzone
ziemlich weit von der Längenaxe des Mikroskopes entfernt
werden kann, ohne dass das zu betrachtende Object wesentlich aus
dem Brennpunkte des Spiegels rückt. Wie zu ersehen, Hess dieses
Instrument, wenn auch im optischen Theile ausgezeichnet, bezüglich
der Aufstellung viel zu wünschen übrig, es wurde daher im
Frühjahre 1853, ohne am ersteren das Geringste zu ändern, am
mechanischen Theile wesentlich umgestaltet *)•
Um dem Instrumente einen möglichst festen Stand zu gehen, erhielt
es einen runden Messingfuss von 15-8 Centimeter Durchmesser.
Das dreieckige Prisma von Eisen, welches das eigentliche Mikroskop
trägt, wird beim Gebrauche mittelst eines Schwalbenschwanzes derart
an dem Fusse befestiget, dass das Instrument während desselben
nicht die geringste Seitenbewegung macht 2 ). Der Träger des Mikroskopes
steht übrigens auf einer Metallscheibe von 14‘8 Centimeter
Durchmesser, welche centrisch um den Beleuchtungs-Apparat gedreht
werden kann, ohne dass letzterer seine Lage ändert, daher er während
der horizontalen Drehung des Objectes immer Licht in derselben
Richtung durch dasselbe wirft.
1 ) Herr Prokesch hatte diese Umänderung bereitwillig übernommen und
zu meiner vollen Zufriedenheit ausgeführt.
") Einfacher wäre es freilich gewesen, das Instrument ein für allemal an seinem
Stative zu befestigen, allein da ich die frühere Aufbewahrungs-Schatulle
desselben beibehalten wollte, in welche das Mikroskop als Ganzes nicht
unterzubringen war, so zog ich obige Anordnung vor,