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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Pohl.

Zur  Bestimmung  der  Vergrösserungen  wurde  für  jedes  Okular
eine  Messung  nach  Jacquin  ausgeführt,  die  übrigen  Vergrösserungen
aber  sind  nach  v.  Ettin  gshaus  eu’s  Angabe  berechnet,  zu  welchem
Behufe  ohne  Ausnahme  das  Gesichtsfeld  verkleinert  wurde,  um  die
verzerrten  Bilder  an  dem  Bande  zu  vermeiden.  Hieraus  erklärt  sich
auch,  warum  mit  den  später  gegebenen  Totaldurchmessern  der
Gesichtsfelder  nach  v.  Ettingshausen’s  Methode  berechnet  nicht
allemal  genau  die  angesetzten  Vergrösserungen  folgen.  Die  Massvorrichtung
  war,  wenn  sie  auch  im  Allgemeinen  mit  der  von  Jacquin
benutzten  übereinstimmt,  doch  soweit  davon  verschieden,  dass  man
dieselbe  bei  grösserer  Genauigkeit  und  Bequemlichkeit  zu  jedem
Mikroskope  und  für  verschiedene  Normal-Sehweiten  gebrauchen  kann.
Ein  weiterer  Vortheil  ist,  dass  sich  die  Vorrichtung  leicht  zerlegen
lässt  und,  auseinander  genommen,  wegen  des  kleinen  Baumes  den  sie
einnimmt,  ohne  Unbequemlichkeit  selbst  zur  Mitnahme  auf  Reisen
eignet.  Die  Figur  B,  welche  die  von  mir  benutzte  Vorrichtung
in  halber  Naturgrösse  von  oben  gesehen  darstellt,  wird  genügen,
einen  deutlichen  Begriff  von  derselben  zu  geben.  A  ist  der  gebrauchte
Massstab  zur  genauen  Ermittelung  der  Entfernung  des  kleinen,  aus
Elfenbein  verfertigten  und  vertical  stehenden  Massstabes  m,  vom
S  ömmering’schen  Spiegelchen  s.  Dieser  letztere  kann  mittelst
seines  ringförmigen  Trägers  und  dreier  Stellschrauben  a,  a,  a,  über
dem  Okulare  jedes  Mikroskopes  befestigt  werden,  während  er  durch
die  Hülse  h,  sowie  der  Massstab  m  durch  die  Hülse  h'  an  A  befestiget
ist  und  daran  eine  beliebige  Verschiebung  zulässt.  Beim  Gebrauche
hat  man  diese  mittelst  der  Schrauben  a,  a,  a  am  Mikroskope
befestigte  Vorrichtung  nur  noch  in  der  Gegend  von  m  auf  irgend  eine
Weise  zu  unterstützen.
1.  Grosses  Mikroskop  von  Plössl.
Dieses  Instrument,  gegenwärtig  mein  Eigenthum,  wurde  im  Jahre
184S  verfertiget.  Ursprünglich  hatte  es  wie  alle  in  früherer  Zeit
von  Plössl  ausgführten  Mikroskope  einen  Dreifuss  zum  Zusammenschlagen,
  eine  grobe  Bewegung  des  Mikroskopkörpers  mittelst  eines
Triebes,  dann  zur  feinen  Einstellung  einen  mittelst  Mikrometerschraube ­
  vertical  beweglichen  viereckigen  Tisch,  dessen  obere  ungeschwärzte
  Messingplatte  mit  einer  hufeisenförmigen  Objectklammer
versehen,  durch  zwei  gegen  einander  senkrecht  stehende  Mikro-
            
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