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Pohl.
Zur Bestimmung der Vergrösserungen wurde für jedes Okular
eine Messung nach Jacquin ausgeführt, die übrigen Vergrösserungen
aber sind nach v. Ettin gshaus eu’s Angabe berechnet, zu welchem
Behufe ohne Ausnahme das Gesichtsfeld verkleinert wurde, um die
verzerrten Bilder an dem Bande zu vermeiden. Hieraus erklärt sich
auch, warum mit den später gegebenen Totaldurchmessern der
Gesichtsfelder nach v. Ettingshausen’s Methode berechnet nicht
allemal genau die angesetzten Vergrösserungen folgen. Die Massvorrichtung
war, wenn sie auch im Allgemeinen mit der von Jacquin
benutzten übereinstimmt, doch soweit davon verschieden, dass man
dieselbe bei grösserer Genauigkeit und Bequemlichkeit zu jedem
Mikroskope und für verschiedene Normal-Sehweiten gebrauchen kann.
Ein weiterer Vortheil ist, dass sich die Vorrichtung leicht zerlegen
lässt und, auseinander genommen, wegen des kleinen Baumes den sie
einnimmt, ohne Unbequemlichkeit selbst zur Mitnahme auf Reisen
eignet. Die Figur B, welche die von mir benutzte Vorrichtung
in halber Naturgrösse von oben gesehen darstellt, wird genügen,
einen deutlichen Begriff von derselben zu geben. A ist der gebrauchte
Massstab zur genauen Ermittelung der Entfernung des kleinen, aus
Elfenbein verfertigten und vertical stehenden Massstabes m, vom
S ömmering’schen Spiegelchen s. Dieser letztere kann mittelst
seines ringförmigen Trägers und dreier Stellschrauben a, a, a, über
dem Okulare jedes Mikroskopes befestigt werden, während er durch
die Hülse h, sowie der Massstab m durch die Hülse h' an A befestiget
ist und daran eine beliebige Verschiebung zulässt. Beim Gebrauche
hat man diese mittelst der Schrauben a, a, a am Mikroskope
befestigte Vorrichtung nur noch in der Gegend von m auf irgend eine
Weise zu unterstützen.
1. Grosses Mikroskop von Plössl.
Dieses Instrument, gegenwärtig mein Eigenthum, wurde im Jahre
184S verfertiget. Ursprünglich hatte es wie alle in früherer Zeit
von Plössl ausgführten Mikroskope einen Dreifuss zum Zusammenschlagen,
eine grobe Bewegung des Mikroskopkörpers mittelst eines
Triebes, dann zur feinen Einstellung einen mittelst Mikrometerschraube
vertical beweglichen viereckigen Tisch, dessen obere ungeschwärzte
Messingplatte mit einer hufeisenförmigen Objectklammer
versehen, durch zwei gegen einander senkrecht stehende Mikro-