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Pohl.
Die Columne V" gibt die kleinsten Vergrösserungen, welche bei
Anwendung meines grossen Mikroskopes von Plössl und bei ungefähr
unter einem Winkel von 70° einfallenden Lichtstrahlen, sowie
günstigster Beleuchtung nöthig waren, um die verschiedenen Gruppen
Noberts von I bis XV zu lösen. Die benutzte Probeplatte ist
Eigenthum des Optikers Plössl, dem ich hiermit für die Bereitwilligkeit
danke, mit welcher er mir dieselbe zu verschiedenen Malen
anvertraute.
Leider kann ich nicht umhin, auch bereits das von Mo bl über
die Ungleichheit von Nobert’s Scalen Gesagte zu bestätigen, denn
eine zweite Nobert’scbe Probeplatte, welche mir durch Güte des
Herrn Professors Hessler zukam, die aber statt IS nur 10 Gruppen
enthält, hat die Linien durchgehends feiner eingeschnitteu, als
jene im Besitze Plössl’s. Es konnte an dieser Platte im Durchschnitt
vollständig immer nur eine Gruppe weniger unter gleichen
Umständen gelöst werden, als bei der Platte mit IS Gruppen.
Schliesslich mag noch bemerkt sein, dass man auch dadurch
mehr Gruppen an Nobert’s Probeplatte zur Lösung bringen kann,
als bei normal durchgelassenem Lichte, dass man in die bekannte
Vorrichtung unter dem Objeettische zum Heben und Senken der
centrisch durchbohrten Blenden, statt letzteren eine Blende Yon
der Form wie Fig. .4 einsetzt, welche also nur einen Liehtring
durchlässt. Bei meinem Mikroskope hat die ganze Blende 20’5
Millimeter im Durchmesser, während jener der kleinen mittleren
geschwärzten Scheibe nur S • 0 Millimeter beträgt. Die Breite des
wirksamen Liclitringes ist 6 • 5 Millimeter.
Folgendes mag die Wirksamkeit einer solchen Blende veranschaulichen.
Das Mikroskop löste im günstigsten Falle, mit normaler
Beleuchtung und den gewöhnlichen Blenden, bei Benützung der
Linsen-Combinationen:
Okular I, Objective 1+2+3 die Gruppe IV,
„.I, „ 1 + 3+4 „ „ V,
„I, „ 3+4+5 „ „ VI,
„I, „ 5+6+7 „ „ VIII,
während ebenfalls bei normaler Beleuchtung, jedoch nach eingeschobener
ringförmiger Blende die Resultate waren :