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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

512

Pohl.

Die  Columne  V"  gibt  die  kleinsten  Vergrösserungen,  welche  bei
Anwendung  meines  grossen  Mikroskopes  von  Plössl  und  bei  ungefähr
  unter  einem  Winkel  von  70°  einfallenden  Lichtstrahlen,  sowie
günstigster  Beleuchtung  nöthig  waren,  um  die  verschiedenen  Gruppen
Noberts  von  I  bis  XV  zu  lösen.  Die  benutzte  Probeplatte  ist
Eigenthum  des  Optikers  Plössl,  dem  ich  hiermit  für  die  Bereitwilligkeit ­
  danke,  mit  welcher  er  mir  dieselbe  zu  verschiedenen  Malen
anvertraute.
Leider  kann  ich  nicht  umhin,  auch  bereits  das  von  Mo  bl  über
die  Ungleichheit  von  Nobert’s  Scalen  Gesagte  zu  bestätigen,  denn
eine  zweite  Nobert’scbe  Probeplatte,  welche  mir  durch  Güte  des
Herrn  Professors  Hessler  zukam,  die  aber  statt  IS  nur  10  Gruppen
enthält,  hat  die  Linien  durchgehends  feiner  eingeschnitteu,  als
jene  im  Besitze  Plössl’s.  Es  konnte  an  dieser  Platte  im  Durchschnitt ­
  vollständig  immer  nur  eine  Gruppe  weniger  unter  gleichen
Umständen  gelöst  werden,  als  bei  der  Platte  mit  IS  Gruppen.
Schliesslich  mag  noch  bemerkt  sein,  dass  man  auch  dadurch
mehr  Gruppen  an  Nobert’s  Probeplatte  zur  Lösung  bringen  kann,
als  bei  normal  durchgelassenem  Lichte,  dass  man  in  die  bekannte
Vorrichtung  unter  dem  Objeettische  zum  Heben  und  Senken  der
centrisch  durchbohrten  Blenden,  statt  letzteren  eine  Blende  Yon
der  Form  wie  Fig.  .4  einsetzt,  welche  also  nur  einen  Liehtring
durchlässt.  Bei  meinem  Mikroskope  hat  die  ganze  Blende  20’5
Millimeter  im  Durchmesser,  während  jener  der  kleinen  mittleren
geschwärzten  Scheibe  nur  S  •  0  Millimeter  beträgt.  Die  Breite  des
wirksamen  Liclitringes  ist  6  •  5  Millimeter.
Folgendes  mag  die  Wirksamkeit  einer  solchen  Blende  veranschaulichen. ­
  Das  Mikroskop  löste  im  günstigsten  Falle,  mit  normaler
Beleuchtung  und  den  gewöhnlichen  Blenden,  bei  Benützung  der
Linsen-Combinationen:
Okular  I,  Objective  1+2+3  die  Gruppe  IV,
„.I,  „  1  +  3+4  „  „  V,
„I,  „  3+4+5  „  „  VI,
„I,  „  5+6+7  „  „  VIII,
während  ebenfalls  bei  normaler  Beleuchtung,  jedoch  nach  eingeschobener ­
  ringförmiger  Blende  die  Resultate  waren  :
            
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