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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Beiträge  zur  Prüfung  der  Mikroskope.

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ersehen,  kommen  die  strenge  nach  v.  Ettingshausen’s  Methode
gefundenen  Vergrösserungen  zum  Theile  sehr  nahe  mit  den  nach
meiner  Weise  berechneten  überein.  Ich  glaube,  dass  die  nach  letzterer ­
  Art  gefundenen  Zahlen  den  Vorzug  verdienen,  denn  jeder  sich
mit  derlei  Prüfungen  Befassende  kennt  einerseits  die  Schwierigkeiten
der  genauen  Ermittelung  der  Grösse  eines  Gesichtsfeldes  oder  eines
Theiles  davon,  anderseits  aber  auch  den  grossen  Eintluss,  welchen
ein  dabei  begangener  nur  kleiner  Fehler  auf  die  gesuchte  Vergrösserung
  ausüht.  So  erhält  man  beispielsweise  bei  Combination  III.
S-|-6-|-7,  wenn  das  Gesichtsfeld  um  O'Ol  Millimeter  zu  klein
gefunden  wird,  die  Vergrösserung  873  statt  848.  Bei  der  vorgeschlagenen ­
  Methode  fällt  diese  Fehlerquelle  grossentheils  fort,  denn  man
kann  zur  Bestimmung  der  Gesichtsfelder-Grössen  nicht  nur  die
Objectivsysteme  mit  jenem  Okulare  verbinden,  welches  die  schwächsten ­
  Vergrösserungen  zulässt,  sondern  kann  auch,  weil  nur  wenige
Messungen  auszuführen,  selbe  mehrmals  wiederholen,  um  so  die
Grösse  des  Beobachtungsfehlers  zu  verkleinern.
Selbst  für  den  Fall,  dass  ein  Mikroskop  die  Verlängerung  seiner
Röhre  und  damit  eine  Erhöhung  der  Vergrösserungen  zulässt,  kann
auf  die  eben  angezeigte  Art  verfahren  werden.  Man  hat  nämlich  für
jede  bestimmte  Röhrenlänge,  Eine  Vergrösserung  nach  Jacquin’s
Methode,  dann  die  Gesichtsfelder-Grössen  aller  Objectivsysteme  mit
einem  Okulare  zu  messen,  die  gesuchten  Vergrösserungen  ergehen
sich  dann  auf  gleiche  Weise  wie  früher.
Endlich  lässt  sich  die  Mehrzahl  der  Gesichtsfelder-Grössen
eines  Mikroskopes  auf  ganz  analoge  Art  ermitteln,  sobald  nur,  wenn
n  Objectivsysteme  und  m  Okulare  vorhanden,  n-\-(in—1)  Gesichtsfelder ­
  direct  durch  Messung  bestimmt  wurden.
11.  Über  die  Sichtbarkeit  der  Linien  von  Noberts  Prüfungs-Scale  für
Mikroskope,
Nobert  hat  eine  kleine  Tafel  veröffentlicht  *),  welche  unter  der
Hraussetzung,  dass  Parallellinien  auf  Glas,  bei  10  Pariser  Zoll  gleich
270  •  7  Millimeter  Entfernung  vom  Auge,  nicht  enger  als  0-  OS  Pariser
Linien  radirt  sein  dürfen  um  noch  deutlich  erkannt  zu  werden,  die
Vergrösserungen  angibt,  welche  ein  theoretisch  vollkommenes  Mikro-)
  e°fgcndorlTs  Annalen  der  Physik  und  Chemie.  67.  Band,  S.  173.

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