Beiträge zur Prüfung der Mikroskope.
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ersehen, kommen die strenge nach v. Ettingshausen’s Methode
gefundenen Vergrösserungen zum Theile sehr nahe mit den nach
meiner Weise berechneten überein. Ich glaube, dass die nach letzterer
Art gefundenen Zahlen den Vorzug verdienen, denn jeder sich
mit derlei Prüfungen Befassende kennt einerseits die Schwierigkeiten
der genauen Ermittelung der Grösse eines Gesichtsfeldes oder eines
Theiles davon, anderseits aber auch den grossen Eintluss, welchen
ein dabei begangener nur kleiner Fehler auf die gesuchte Vergrösserung
ausüht. So erhält man beispielsweise bei Combination III.
S-|-6-|-7, wenn das Gesichtsfeld um O'Ol Millimeter zu klein
gefunden wird, die Vergrösserung 873 statt 848. Bei der vorgeschlagenen
Methode fällt diese Fehlerquelle grossentheils fort, denn man
kann zur Bestimmung der Gesichtsfelder-Grössen nicht nur die
Objectivsysteme mit jenem Okulare verbinden, welches die schwächsten
Vergrösserungen zulässt, sondern kann auch, weil nur wenige
Messungen auszuführen, selbe mehrmals wiederholen, um so die
Grösse des Beobachtungsfehlers zu verkleinern.
Selbst für den Fall, dass ein Mikroskop die Verlängerung seiner
Röhre und damit eine Erhöhung der Vergrösserungen zulässt, kann
auf die eben angezeigte Art verfahren werden. Man hat nämlich für
jede bestimmte Röhrenlänge, Eine Vergrösserung nach Jacquin’s
Methode, dann die Gesichtsfelder-Grössen aller Objectivsysteme mit
einem Okulare zu messen, die gesuchten Vergrösserungen ergehen
sich dann auf gleiche Weise wie früher.
Endlich lässt sich die Mehrzahl der Gesichtsfelder-Grössen
eines Mikroskopes auf ganz analoge Art ermitteln, sobald nur, wenn
n Objectivsysteme und m Okulare vorhanden, n-\-(in—1) Gesichtsfelder
direct durch Messung bestimmt wurden.
11. Über die Sichtbarkeit der Linien von Noberts Prüfungs-Scale für
Mikroskope,
Nobert hat eine kleine Tafel veröffentlicht *), welche unter der
Hraussetzung, dass Parallellinien auf Glas, bei 10 Pariser Zoll gleich
270 • 7 Millimeter Entfernung vom Auge, nicht enger als 0- OS Pariser
Linien radirt sein dürfen um noch deutlich erkannt zu werden, die
Vergrösserungen angibt, welche ein theoretisch vollkommenes Mikro-)
e°fgcndorlTs Annalen der Physik und Chemie. 67. Band, S. 173.
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