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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Pohl.

Über  die  Dauer  der  Perioden  und  die  Grösse  der  Temperatur-Änderung
  während  derselben  lässt  sich  noch  wenig  Bestimmtes  sagen,
da  die  Beobachtungen  noch  an  keinem  der  untersuchten  Orte  eine
vollständige  Periode  umfassen.  Denn  selbst  die  Beobachtungen  von
Berlin  und  St.  Petersburg,  welche  über  ein  Jahrhundert  hinaufreiclien,
scliliessen  nur  ein  Maximum  und  Minimum  ein,  also  nicht  auch  die
Wiederholung  eines  der  beiden  Extreme,  wie  es  der  Abschluss  einer
Periode  voraussetzt.  Die  Dauer  der  Periode  wird  sich  also  selbst
hier  erst  bestimmen  lassen,  wenn  sich  Eines  dieser  beiden  Extreme
wiederholt  haben  wird.  In  Berlin  sind  die  beiden  Extreme'durch  einen
Zeitraum  von  50,  in  Petersburg  von  40  Jahren  circa  getrennt,  was
eine  Dauer  der  Periode  von  mindestens  100  Jahren  anzudeuten
scheint.  Dieser  Ansicht  ist,  wie  bereits  erwähnt  wurde,  auch
Kupffer.

Beiträge  zur  Prüfung  der  Mikroskope.
Von  Dr.  J.  J.  Pohl.
(Mit  1  Tafel.)
Viele  technische  Untersuchungen,  welche  bis  vor  Kurzem  entweder ­
  zu  gar  keinem  bestimmten  Resultate  führten,  oder  wenigstens
zu  den  mühsamen  und  unsicheren  gehörten,  werden  jetzt  mittelst  des
Mikroskopes  in  wenig  Minuten  und  völlig  befriedigend  ausgeführt,  so
dass  dieses  Instrument  in  den  Fabriken  immer  häufigere  Anwendung
findet,  dem  technischen  Chemiker  jedoch  völlig  unentbehrlich  ist.
Häufig  das  Mikroskop  zu  genanntem  Zwecke  benöthigend,  war  es  für
mich  von  Interesse,  mein  eigenes  Instrument  bezüglich  seiner  Leistungsfähigkeitgenau ­
  kennen  zu  lernen,  und  es  entstand  so  bereits  im
Jahre  1848  ein  Theil  der  nachstehenden  Bemerkungen,  welche  ich
kaum  wagen  würde  der  Öffentlichkeit  zu  übergeben,  wenn  ich  nicht
mehrfach  erfahren  hätte,  dass  selbe  für  viele  Mikroskopiker  Neues
enthalten.  Das  Folgende  betrifft:
1.  Eine  Erleichterung  bei  Anwendung  der  Methode  vonEttingshausen
  zur  Bestimmung  der  Vergrösserungen  eines  Mikroskopes. ­

2.  Nobert’s  Liniengruppen  als  Prüfungsmittel  der  Mikroskope.
3.  Endlich  die  bei  Vergleichung  mehrerer,  als  ausgezeichnet
geltender  Mikroskope,  erhaltenen  Resultate.
            
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