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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

498

Fr  i  t  sch.

einstimmend  mit  dem  Mittel  der  beiden  Wertlie  1  G *+ 1  38  =
u
welche  ich  für  die  von  mir  am  häufigsten  beobachteten  Formen  erhalten ­
  habe,  während  die  äussersten  mir  vorgekommenen  Extreme
——  ‘ J  3 +  =  2'”07  also  0"'5  mehr  geben.
Für  die  Abhängigkeit  der  Formen  von  der  Lufttemperatur  stellt
Scoresby  folgende  Regeln  auf.
Schneesterne  zeigen  sich  am  häufigsten,  wenn  sich  die  Temperatur ­
  dem  Gefrierpunkte  nähert.
Regelmässige  Sechsecke  zeigen  sich  bei  allen  Temperaturen,
jedoch  werden  alle  Dimensionen  bei  grösserer  Kälte  kleiner.
Combinationen  sechsseitiger  Figuren  kommen  vorzüglich  bei
sehr  niedrigen  Temperaturen  vor.
Die  igelartigen  Schneefiguren  fallen  nach  Scoresby,  wenn  die
Temperatur  dem  Gefrierpunkte  nahe  ist,  zuweilen  bei  etwas  niedrigeren ­
  Wärmegraden.
Ich  habe  die  einzelnen  Formen  bei  Temperaturen  beobachtet,
welche  zwischen  den  Grenzen  verschieden  waren,  die  aus  folgender
kleinen  Tafel  ersichtlich  sind.

Pig.
1
2
3
5
6
7
8
9
10
15
16

Temp.  R.

Diff.  Zahl  d.  Beob.

+  1 ? 8
—1-8
+  1-8
+  1-2
+  1-4
+  1-2
+  1-8
+  1-8
+  0-5
+  1-8
+  1-8

—11 9 6
—  9  3
—12-3
—12-3
—  7-5
-10-0
—11-6
-11-6
—  8-2
—  11-6
—  8-6

13 ? 4
73
14-1
13-3
8-9
11-2
13-4
13-4
8-7
13-4
10-4

27
3
6
6
10
8
9
23
3
13
14

Eine  Abhängigkeit  der  Gestalt  des  Schnees  von  dem  Grade
der  Temperatur  scheint  demnach  nicht  zu  bestehen,  da  alle
Formen  sowohl  bei  hohen  als  tiefen  Temperaturen  vorgekommen
sind.

Die  Abnahme  der  Grösse  des  Durchmessers  der  Schneefiguren
mit  der  Lufttemperatur  wird  hingegen  durch  meine  Beobachtungen
bestätiget.  Es  ergibt  sich  nämlich  für
            
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