Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

Über  Schneefiguren.

497

Die  Zusammenstellung  umfasst  gegen  SO  Schnee  -  Niederschläge, ­
  hei  welchen  die  herabfallenden  Flocken  untersucht  worden
sind.  Man  sieht  sogleich,  dass  letztere  nur  in  seltenen  Fällen  aus
einerlei  Figuren  zusammengesetzt  sind  und  gewöhnlich  mehrere
verschiedenartige  Formen  an  ihrer  Bildung  Antheil  nehmen,  je  nachdem ­
  die  Ergiebigkeit  des  Niederschlages  kleiner  oder  grösser  ist.
Indess  ist  doch  niemals  eine  grössere  Anzahl  der  Formen  als  6  vorgekommen. ­

Sternförmige  und  sechsseitige  Figuren  mit  Strahlen,  Zacken
oder  hervorstehenden  Winkeln  kommen  am  gewöhnlichsten  vor.
Erstere  bilden  23,  letztere  16  Percent,  wenn  die  Anzahl  aller  beobachteten ­
  Formen  —  100  angenommen  wird.  Alle  anderen  Formen
sind  verhältnissmässig  selten,  indem  ihr  Antheil  8  Percent  nicht
überschreitet,  Spitzen  und  sechsseitige  Prismen  ausgenommen,
deren  Antheil  10  Percent  beträgt.
Es  scheint  ferner  noch  der  Durchmesser  der  Figuren  mit  der
Frequenz  ihres  Vorkommens  zu  wachsen,  was  indess  noch  einer
Bestätigung  durch  länger  fortgesetzte  Beobachtungen  bedarf.  Die
Diameter  können  von  einer  verschwindend  kleinen  Grösse  bis  auf  4"'
anwachsen.  Bei  den  beiden  am  häufigsten  vorkommenden  Figuren
beträgt  der  mittlere  Durchmesser  beziehungsweise  1*6  und  1”4
(Linien  Pariser  M.).
Obgleich  meine  Messungen  des  Durchmessers  derSehneefiguren,
wie  eben  erwähnt  wurde,  zu  wenig  zahlreieh  sind,  als  dass  sich  für
alle  beobachteten  Formen  die  Grössen-Verhältnisse  ermitteln  Hessen,
so  dürfte  eine  Vergleichung  meiner  Messungen  mit  jenen  von
Seoresby  dennoch  nicht  ohne  Interesse  sein.
Die  Grösse  der  Sechsecke  mit  weissen  Linien  schwankt  nach
ihm  zwischen  den  kleinsten  sichtbaren  Theilchen  bis  auf  ungefähr
01  Zoll  Durchmesser,  ich  habe  nur  dreimal  derlei  Formen  beobachtet, ­
  deren  Durchmesser  0-13  bis  0 - 40  L.  betrug.  Die  Grösse
der  feinen  Spitzen  und  Prismen  fand  ich  in  dem  einzigen  Falle,  in
welchem  sich  zu  einer  Messung  die  Gelegenheit  ergab,  zu  2"',
wofür  Seoresby  als  Grenze  */ 4  Zoll  angibt,  welche  nach  ihm  auch
für  die  übrigen  Formen  als  Grenzwerth  zu  gelten  scheint.
Geht  man  von  der  Voraussetzung  aus,  dass  die  Grösse  der
Formen  bis  zu  verschwindend  kleinen  Theilchen  abnehmen  könne,

so  ergibt  sich  als  Mittelwerth  der  beiden  Extreme

0  +  3"'

=  l-o  über-3


            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.