Über Schneefiguren. 463
b) Figuren mit einem kugeligen rauhen Kern, von welchen
Strahlen nach allen Richtungen ausgehen.
3. Feine Spitzen oder sechsseitige Prismen, entweder zart und
krystallartig oder weiss und rauh.
4. Sechsseitige Pyramiden.
5. Spiesse oder Prismen, deren eines Ende oder beide Enden
in der Mitte eines dünnen Blättchens in Gestalt einer sechsseitigen
Scheibe stecken.
Ich habe, wie schon erwähnt wurde, drei Winter hindurch und
so oft sich mir die Gelegenheit zu einer Untersuchung bot, bei verschiedenen
Temperaturen der Luft und den mannigfaltigsten Witterungsverhältnissen
die herabfallenden Schneeflocken untersucht und
dieselben fast nie aus anderen, als den in obigem Verzeichnisse aufgezählten
Schneefiguren bestehend gefunden. Die Krystalle wenigstens,
welche ich mit freiem Auge oder durch eine gewöhnliche
Loupe gut unterscheiden konnte, Messen sich stets auf eine oder die
andere der angeführten Abtheilungen zurückführen, wenngleich
die grössere Masse der Schneeflocke sehr häufig aus keinen regelmässigen
Figuren bestand. Indem ich nun in folgender Tabelle meine
Beobachtungen in chronologischer Ordnung folgen lasse, sei es mir
erlaubt, vorerst noch einige Bemerkungen in Betreff der dabei gebrauchten
Abkürzungen zu machen.
Die Beobachtungsstunden, welche man in der zweiten Spalte
sieht, sind fortlaufend von 0 h bis 24 h gezählt, so dass 0 h Mittag,
12 h Mitternacht u. s>w. bedeutet. Es sind demnach an jedem Tage
die Morgenstunden, Mitternacht bis Mittag, mit 12, 13, 14. .. .23 h ,
die Abendstunden mit 0, 1,2... .12 1 ' bezeichnet. Die Schneefiguren
sind in der dritten Spalte aufgeführt und durch fortlaufende Zahlen
auf folgende Weise bezeichnet.
1. Schneesterne.
2. Einfache, sechseckige Blättchen.
3. |
4. > Sechsecke mit weissen Linien.
5. |
6. —8. Combinationen von sechsseitigen Figuren.
9.—13. Verbindungen sechsseitiger Figuren mit Strahlen,
Zacken oder vorstehenden Winkeln.
14. Krystallblättchen mit kleinen Spitzen an ihren Grund- und
Seitenflächen.
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