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Schoenbein.
vermögen und sonstige Eigenschaften verloren, ohne dass sie hierbei
im Mindesten getrübt worden wäre.
Aus diesen Angaben erhellt, dass der Verlust des Entbläuungsvermögens
zusammenhängt mit dem erwähnten Auftreten von schwefeliger
Säure und wird wahrscheinlich, dass diese Säure entstehe, indem
ein Theil des Schwefels, enthalten in der Säure unseres Zinksalzes,
durch atmosphärischen Sauerstoff schon bei gewöhnlicher Temperatur
herausoxydirt werde.
Die so veränderte Zinksalzlösung, wenn mit etwas Salzsäure
versetzt und bis zum Sieden erhitzt, trübt sich in Folge ausgeschiedenen
Schwefels, was zu beweisen scheint, dass besagte Salzlösung
ein unterschwefeligsaures Salz enthalte.
2. Durch eine Reihe von Verbindungen, in welcher erregter
Sauerstoff enthalten ist, d. h. welche die frische Quajaktinctur bläuen,
also:
a) durch alle Oxyde der edlen Metalle, unter welche auch die
Oxyde des Quecksilbers zu zählen sind; das rotlie Quecksilberoxyd
schwärzt sich augenblicklich in Folge der Bildung von
Schwefelquecksilber;
b) durch die Superoxyde derMangans, Bleies, Nickels, Kobaltes;
c) durch Untersalpetersäure, Chromsäure undÜbermangansäure;
d) durch die Lösungen von Eisenoxydsalzen;
e) durch Ozon, Chlor, Brom, Jod und unterchlorigsaure Salze;
f) durch Kupferoxyd und dessen Salze.
3. Durch arsenige Säure und Brechweinstein.
4. Durch Schwefelwasserstoff, welcher in der Zinksalzlösung
einen reichlichen Niederschlag von Schwefel veranlasst.
5. Durch Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure. Versetzt
man unsere Lösung mit einer dieser Säuren und erwärmt das Gemisch,
so scheidet sich unter Entwickelung schwefeliger Säure Schwefel aus
und das Entbläuungsvermögen u. s. w. ist nun dahin. Die gleiche
Wirkung wird auch in der Kälte hervorgebracht, nur langsamer.
Wird aus unserer indigoentbläuenden farblosen Zinklösung durch
kohlensaure Alkalien das Zinkoxyd gefällt, so erhält man Salze, die
ganz wie das Zinksalz sich verhalten , ein ausserordentliches Entbläuungsvermögen
besitzen u. s. w.
Es frägt sich nun, welcher Säure des Schwefels, welchen Salzen
wir das ausserordentliche Entbläuungsvermögen u. s. w. zuzuschreiben