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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Schoenbein.

vermögen  und  sonstige  Eigenschaften  verloren,  ohne  dass  sie  hierbei
im  Mindesten  getrübt  worden  wäre.
Aus  diesen  Angaben  erhellt,  dass  der  Verlust  des  Entbläuungsvermögens
  zusammenhängt  mit  dem  erwähnten  Auftreten  von  schwefeliger
  Säure  und  wird  wahrscheinlich,  dass  diese  Säure  entstehe,  indem ­
  ein  Theil  des  Schwefels,  enthalten  in  der  Säure  unseres  Zinksalzes, ­
  durch  atmosphärischen  Sauerstoff  schon  bei  gewöhnlicher  Temperatur ­
  herausoxydirt  werde.
Die  so  veränderte  Zinksalzlösung,  wenn  mit  etwas  Salzsäure
versetzt  und  bis  zum  Sieden  erhitzt,  trübt  sich  in  Folge  ausgeschiedenen ­
  Schwefels,  was  zu  beweisen  scheint,  dass  besagte  Salzlösung
ein  unterschwefeligsaures  Salz  enthalte.
2.  Durch  eine  Reihe  von  Verbindungen,  in  welcher  erregter
Sauerstoff  enthalten  ist,  d.  h.  welche  die  frische  Quajaktinctur  bläuen,
also:
a)  durch  alle  Oxyde  der  edlen  Metalle,  unter  welche  auch  die
Oxyde  des  Quecksilbers  zu  zählen  sind;  das  rotlie  Quecksilberoxyd ­
  schwärzt  sich  augenblicklich  in  Folge  der  Bildung  von
Schwefelquecksilber;
b)  durch  die  Superoxyde  derMangans,  Bleies,  Nickels,  Kobaltes;
c)  durch  Untersalpetersäure,  Chromsäure  undÜbermangansäure;
d)  durch  die  Lösungen  von  Eisenoxydsalzen;
e)  durch  Ozon,  Chlor,  Brom,  Jod  und  unterchlorigsaure  Salze;
f)  durch  Kupferoxyd  und  dessen  Salze.
3.  Durch  arsenige  Säure  und  Brechweinstein.
4.  Durch  Schwefelwasserstoff,  welcher  in  der  Zinksalzlösung
einen  reichlichen  Niederschlag  von  Schwefel  veranlasst.
5.  Durch  Salzsäure,  Schwefelsäure,  Phosphorsäure.  Versetzt
man  unsere  Lösung  mit  einer  dieser  Säuren  und  erwärmt  das  Gemisch,
so  scheidet  sich  unter  Entwickelung  schwefeliger  Säure  Schwefel  aus
und  das  Entbläuungsvermögen  u.  s.  w.  ist  nun  dahin.  Die  gleiche
Wirkung  wird  auch  in  der  Kälte  hervorgebracht,  nur  langsamer.
Wird  aus  unserer  indigoentbläuenden  farblosen  Zinklösung  durch
kohlensaure  Alkalien  das  Zinkoxyd  gefällt,  so  erhält  man  Salze,  die
ganz  wie  das  Zinksalz  sich  verhalten  ,  ein  ausserordentliches  Entbläuungsvermögen ­
  besitzen  u.  s.  w.
Es  frägt  sich  nun,  welcher  Säure  des  Schwefels,  welchen  Salzen
wir  das  ausserordentliche  Entbläuungsvermögen  u.  s.  w.  zuzuschreiben
            
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