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hin erwähnten Einflüsse, den die Schwefelsäure u. s. w. auf das dritte
Sauerstoff-Äquivalent des Eisenoxydes ausübt.
Wenn ich der schwefeligen Säure die Fähigkeit zuschreibe, die
chemische Thätigkeit eines Theiles des im Eisenoxyd enthaltenen
Sauerstoffes zu erhöhen, so werden sich hierüber diejenigen nicht
verwundern, denen meine Versuche über das Verhalten der gleichen
Säure zur Indigolösung hei Anwesenheit von gewöhnlichem Sauerstoffgas
und Licht bekannt sind.
Das gelöste Indigoblau wird unter diesen Umständen durch den
vorhandenen Sauerstoff viel rascher zerstört, d. h. oxydirt, als dies
hei Abwesenheit von sclnvefeliger Säure der Fall ist, aus welcher
Thatsache folgt, dass nicht nur das Sonnenlicht, sondern auch die
schwefelige Säure einen chemisch erregenden Einfluss auf das gewöhnliche
und ungebundene Sauerstoffgas ausübe.
Wie wohlbekannt, bringen Gallus- und Gerhestoffsäure eine tiefhlauschwarze
Färbung seihst in stark verdünnten Eisenoxydsalzlösungen
hervor, und ich hin geneigt zu vermuthen, dass diese Farbenerscheinung
von einer Ursache herrühre ähnlich oder gleich derjenigen,
durch welche die schwefelige Säure die Eisenoxydsalzlösungen
tiefroth färbt.
Ich glaube nämlich, dass die beiden vorhin erwähnten organischen
Säuren chemisch erregend auf das dritte Sauerstoff-Äquivalent
des Eisenoxydes einwirken und eben desshalb diese Basis mit jenem
vergesellschaftet, als eine so stark lichtauslöschende Substanz sich
verhält.
Nach meinen Untersuchungen steht die Fähigkeit eines Körpers,
Sauerstoff zu erregen, zu seiner Oxydirbarkeit in einer nahen Beziehung,
wie uns hiervon das Stickoxyd ein schlagendes Beispiel liefert.
Dass die Gallus- und Gerbestoffsäure das freie gewöhnliche
Sauerstoffgas in einem merklichen Grade zur chemischen Thätigkeit
anregen, geht aus der Leichtigkeit hervor, mit der sie unter geeigneten
Umständen atmosphärischen und selbst chemisch gebundenen Sauerstoff
aufnehmen, in welcher Hinsicht zwischen ihnen und der wässerigen
schwefeligen Säure eine Ähnlichkeit sich zeigt. Man darf sich daher
nicht wundern, wenn diese drei Säuren gegen Eisenoxydsalzlösungen
sich ebenfalls ähnlich verhalten.
Bekanntlich verschwindet die durch schwefelige Säure verursachte
Färbung einer Eisenoxydsalzlösung wieder nach und nach von