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Zer renn er. Über einige im Goldsande
Eingesendete Abhandlungen.
Über einige im Goldsande von Oldhpian vorkommende
Metalle.
Von Dr. Karl Zcrrcnncr,
Commissär der k. k. Goldwäschereien in Siebenbürgen.
Bei meinem Abgänge von Wien hierbei- nach Olähpian äusertenEw.
Wohlg. den Wunsch, dass ich meine Aufmerksamkeit besonders auf
dasVorkommen desPlatins im hiesigen Goldsande richten möchte, weil
dieses von Part sch in Abrede gestellt worden ist (in den Sitzungsberichten
der kaiserl. Akademie Jahrgang 1848, 2. Ed., S. 3S)
während Mollnär es nachgewiesen zu haben mittheilte. Nachdem
ich nun gegen Ende des vorigen Monates die geognostisch-bergmännische
Untersuchung des Olähpianer Districtes beendet habe, erlaube
ich mir Ihnen über diesen Gegenstand und wissenschaftlich ihm zugehörige
Vorkommnisse Folgendes zu berichten:
1. Platin habe ich Summa summarum aus allen seit Anfang
Juni d. J. in meiner Gegenwart ausgeführten Goldsand-Verwaschungsproben,
so wie auch nach sorgfältiger Durchsuchung alles seit
September vorigen Jahres bis zum heutigen Tage an das hiesige k. k.
Goldeinlösungsamt abgelieferten Waschgoldes, nicht mehr als drei
ganz kleine Körnchen gefunden, die als der Gehältsantheil von
wenigstens 15000 Ctr. hiesigen Goldsandes zu betrachten sein dürfen.
Mithin ist es auch kein Wunder, wenn Part sch, der im Jahre 1826
nur sehr kurze Zeit hier zubrachte, kein Platin zu Gesicht bekam
und wenn die Aufmerksamkeit der hiesigen Goldwäscher auf diese
Beimengung — die auch in technischer oder staatsökonomischer
Beziehung ohne alle Bedeutung bleibt •— bis Dato nicht rege geworden
ist.
2. In denselben von mir immer persönlich durchsuchten Goldund
Goldsand-Quanten habe icb nur ein einziges, etwas platt gedrücktes
Stückeben gediegen Kupfer, kaum vom Durchmesser
einer Linse, gefunden.
1 1 Aus einer brieflichen Mittheilung an Pro!'. Schrötter vom 19. Sept. 1853.