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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

454  Hinterb  erger.  Einiges  über  Seide  und  Seidenzucht.

Datum

Tag

Monat

II.

III.

27.
28.
4.
6.
11.
12.
16.
17.

Juni
n
Juli

167  Grm.
007  „

560
510
480
460
1-360
1-355

166  Grm.
065  „
699  „

1-626

606
586
521
518

900  Grm.
510  „

•155
•120
•080
■060
1-000
0-900

Diese  Resultate  berechtigen  zu  folgenden  Schlüssen:
1.  Eine  Raupe  nimmt  von  der  Zeit  an,  zu  welcher  sie  zu  fressen
aufhört,  an  Gewicht  ah.  Denn  die  Raupe,  die  mit  dem  Einspinnen
beginnt,  wiegt  beinahe  um  die  Hälfte  weniger,  als  sie  wog,  solange
sie  noch  Nahrung  zu  sich  nahm.  Diese  Gewichtsabnahme  hat  wahrscheinlich ­
  darin  seinen  Grund,  dass  die  Raupen  vor  dem  Einspinnen
die  überflüssige  Nahrung  und  die  Excremente  abgeben.
2.  Der  fertige  Cocon  wird  bis  zu  der  Zeit,  zu  welcher  der
Schmetterling  auskriecht,  beiläufig  um  die  Hälfte  leichter.  Die  Gewichtsabnahme ­
  scheint  bei  den  weissen  Cocons  mehr  zu  betragen.
Am  18.  Juli  waren  die  Schmetterlinge  schon  aus  den  Cocons
I.  II.  III.  gekrochen.  I.  und  III.  waren  Männchen,  II.  war  ein  Weibchen. ­
  Sie  hatten  folgende  Gewichte:

j

i.  ii.  in.
0-44  Grm.  0 - 86  Grm.  0-35  Grm.
Es  wiegt  mithin  der  leere  Cocon  von:
i.  ii.  hi.
0-915  Grm.  0-658  Grm.  0550  Grm.
Zur  Samenbildung  wurde  nur  ein  kleiner  Theil  der  Cocons
verwendet,  der  grösste  Theil  derselben  mit  bis  auf  80°  C.  erwärmter ­
  Luft  getödtet.  Hiebei  verlieren  die  Cocons  sehr  viel  Wasser,
es  verbreitet  sich  ein  eigenthümlicber  Geruch  und  es  wird  cm
Wiener  Pfund  Cocons  um  4  Loth  leichter.
            
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