verschiedener Arten unter den asiatischen Orang-Affen.
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Temminck’s gehe hervor, dass die wildgeschossenen Orang-Utan’s
keinen Nagel an den Hinterdaumen haben, während jene, welche in
der Gefangenschaft starben, denselben besitzen. Er könne diese
Voraussetzung durch eine genügende Anzahl von Beweisen bestätigen,
welche ihm gültig zu sein scheinen. So besitze das Orang-Utan-Weibchen
des Museums der zoologischen Gesellschaft zu Amsterdam,
welches lange Zeit in der Gefangenschaft gelebt hatte, an beiden
Hinterdaumen einen Nagel. Das Orang-Utan-Weibchen, welches
sich im Museum seines Vaters befindet, habe am rechten Hinterdaumen
einen zur Hälfte abgenützten Nagel und am linken Hinterdaumen
einen viel stärkeren Nagel sammt dem Nagelgliede. Ein
neugeborner Orang-Utan endlich besitze das Nagelglied an beiden
Hinterdaumen. Alles dieses scheine ihm zu bestätigen, dass ursprünglich
der Nagel und das Nagelglied vorhanden seien, diese
Theile aber durch Reibung abgenützt werden und ganz verschwinden;
obwohl er nicht läugnen wolle, dass dieser Mangel bisweilen auch
angeboren sein könne. Er wisse zwar nicht, auf welchem Grunde die
von Heusinger ausgesprochene Ansicht, dass der Nagel und das
Nagelglied in einem Sexual-Unlerschiede liege, beruhe; glaube aber,
(lass das angeführte Beispiel von zwei Orang-Utan-Weibchen, bei
(lenen der Nagel am Hinterdaumen vorhanden ist, genüge, um diese
Ansicht zu widerlegen.
Isidor Geoffroy *) bemerkte an dem jungen Orang-Männchen
aus Sumatra, auf welches Temminck seinen Orang roux
und er seinen Pithecus bicolor gegründet hatte, Nägel an den
Daumen der Hinterhände.
Von den beiden jungen, im k. k. zoologischen Cabinete zu Wien
eingestellten Orang-Männchen aus Borneo, besitzt das kleinere
Stuss hohe Exemplar keine Nägel an den Hinterdaumen und das
Nagelglied mangelt an dem eben daselbst aufbewahrten Skelete
desselben; dagegen sind bei dem grösseren 3 Fuss 2 Zoll hohen
Exemplare, deutliche Nägel an den Hinterdaumen vorhanden.
Schon Wiegmann 2 ) meint, dass es von Wichtigkeit wäre zu
ermitteln, ob das Fehlen des Daumennagels an den Hinterhänden sich
eis ein sexueller, oder als ein specifischer Charakter herausstelle.
) Archives du Museum d'histoire naturelle. T. II, p. 528.
) Archiv für Naturgeschichte. 1837. Bd. 2, S. 149.
s ‘lzb. (1. mathem.-naturw. CI. XI. Bd. II. Hft.
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