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Fitzingcr. Untersuchungen über die Existenz
B r a y 1 e y hat in einer besonderen Abhandlung „ On the frequent
deßciency of the ungueal Phalanx in the Hallux of the Orantj
Outang“ eine sorgfältige Zusammenstellung der von den verschiedenen
Beobachtern gemachten Erfahrungen, in Bezug auf den Mangel
des Nagels und Nagelgliedes an den Hinterdaumen des Orang’s von
Borneo und Sumatra geliefert und denselben seine eigenen Beobachtungen
beigefügt.
Er sei schon im Jahre 1828, bei Vergleichung der damals vorhanden
gewesenen verschiedenen Angaben in Ansehung der Abwesenheit
oder des Vorhandenseins des Nagels am Hinterdaumen der
Orang’s zu dem Schlüsse gelangt, dass dieser Mangel in keinem
Zusammenhänge mit einer Unterscheidung der Arten unter den grossen
menschenähnlichen Affen stehe.
Ob zwei oder mehrere Arten von Simia unter den Benennungen
Orang-Utan und Pongo mit einander verwechselt wurden, oder ob
die Verschiedenheiten in den Berichten der Naturforscher aus den
Untersuchungen von Individuen verschiedenen Alters hervorgegangen
seien, wäre vorläufig noch zu früh zu entscheiden. Die richtige Folgerung
aber, die wir aus den vorhandenen Thatsachen machen können,
scheine die zu sein, dass in allen Fällen der Mangel des Nagels
an den Hinterdaumen, bei dem fraglichen Thiere oder Thieren eine
häufig vorkommende Fehlerhaftigkeit sei, unzusammenhängend mit
irgend einer wichtigen Verschiedenheit im äusseren Charakter oder
der Organisation und folglich auch ohne Zusammenhang mit specifischen
Unterscheidungen.
Eine wiederholte Durchsicht der Betrachtungen über diesen
Gegenstand bestimme ihn aber dermalen, seine Ansicht, welche
er früher behauptet und auch ausgesprochen habe, zu ändern.
Da es sich, wenn man die Angaben von Camper, Owen und
Dr. J e f fr i e s mit den von ihm eigenthümlich untersuchten in Verbindung
bringt, herausstellt, dass unter 26 oder 28 Individuen des
fraglichen Thieres, 18 oder 20 keinen Nagel an den Hinterdaumen
hatten, so scheine hierin ein Grund zu liegen, dies als einen Unterschied
von einigem Belange zu betrachten, obgleich er doch keinen
specifischen Charakter auszumachen scheine.
J ) London and Edinburgh, Philosophical Magazine. Vol. VII, p. 72.