verschiedener Arten unter den asiatischen Orar.g-Affeii.
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wahrscheinlich aus Borneo stammendes Weibchen erhalten habe,
welches nur 2% Fuss Höbe und erst vier Mahlzähne in jedem Kiefer
hatte, mithin noch ein junges Thier sei und welches, obgleich es von
demselben Alter wie das Männchen zu sein scheint, nicht so wie dieses
einen Nagel an dem Hinterdaumen habe. Da dies auch bei dem
jungen Weibchen der Fall ist, welches Lady Amherst nach Calcutta
brachte, und Dr. Montgomerie ihn benachrichtigte, dass dem
Orang-Utan-Weibchen, welches er zu Singapore secirte ebenfalls
der Nagel an dem Hinterdaumen fehlte, so glaubt er seine Meinung
bestätiget, dass dies nur eine Geschlechts-, und nicht eine Art-Verschiedenheit
sei. Auch fügt er bei, dass der Hinterdaumen des
Weibchens das Aussehen habe, als ob das obere Gelenk abgeschnitten
worden und die Haut über die Wunde zusammen geheilt wäre.
Owen spricht sich in seiner Abhandlung „On the Comparative
Osteology of the Orang Utan and Chimpanzee“ *) dabin
aus, dass die von Camper zuerst beobachteteEigenthümlichkeit in
der Bildung des Hinterdaumens des Orang’s, nämlich der so häufige
Mangel des Nagelgliedes und des Nagels, viel an Wichtigkeit als ein
specifischer Charakter durch das Factum verliere, dass das Individuum,
welches vor einigen Jahren im Museum der Zoological Society
zu London secirt wurde, sehr vollkommene, aber kleine,
schwarze Nägel und zwei Phalangen an den Hinterdaumen batte und
dass dieselbe Zahl von Phalangen bei dem natürlichen Skelete von
Lord Amber st’s Orang im Museum des College of Sur ge ons vorhanden
sei.
In seiner grösseren Abhandlung „On the Osteology of Chimpanzee
and Orang Utan u 2 ) ist dieselbe Stelle und zwar mit dem
erläuternden Zusatze enthalten, dass die beiden genannten Oranghulividuen
ausser dem Matatarsal-Knochen noch zwei Phalangen an
den Hinterdaumen haben.
Zugleich stellt er die Behauptung auf, dass der Mangel des Nagels
und Nagelgliedes am Hinterdaumen des Orang’s von Borneo vorzüglich
häufig beim Weibchen vorkomme 3 ).
und daraus in Froriep’s Notizen aus dem Gebiete der Natur- und Heilkunde.
Bd. XXVIII, Nr. 17, S. 262.
) London and Edinburgh, Philosophical Magazine. Vol. VI, p. 467.
) Transactions of the Zoological Society of London. Vol. I, Part. 4, p. 367.
5 ) L. c. p. 369.