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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Fitzinger.  Untersuchungen  über  die  Existenz

sowohl  aus  der  Beschreibung,  als  der  auf  der  Tafel  III  gegebenen
Abbildung  der  Hinterhände  zu  ersehen  ist.
Jeffries 1 )  hatte  ein  junges  Männchen  eines  Orang's  von
Borneo,  welches  erst  16  Backenzähne  hatte,  zergliedert,  an  dessen
Hinter-Daumen  das  Nagelglied  fehlte.  Es  geht  dies  deutlich  aus
seiner  Angabe  hervor,  indem  er  sagt:  „der  Metatarsus  besteht  aus
4  Knochen,  die  grosse  Zehe  ist  ein  vollständiger  Daumen  mit  2  Gelenken.“ ­

Grant  gibt  in  einem  Briefe  an  B  rew  ster  2 )  die  Beschreibung
eines  jungen  Orang-Männchens  von  Borneo,  welches  George
Swinton  zu  Calcutta  von  Dr.  Montgomerie  erhalten,  und  das
erst  16  Backenzähne  und  Nägel  an  den  Hinterdaumen  hatte.
Er  glaubt  hierin  einen  Beweis  für  die  Richtigkeit  der  von  Cuvier
  ausgesprochenen  Ansicht  zu  finden,  dass  Camper  im  Irrthum
war,  wenn  er  annahm,  die  Abwesenheit  der  Nägel  an  den  Daumen  der
Hinterhände  sei  ein  specifisches  Unterscheidungszeichen  des  Orang’s
von  Borneo.
Zu  dieser  Stelle  bemerkt  Montgomerie  in  eben  diesem  Briefe,
dass  Swinton’s  Orang  der  einzige  sei,  bei  welchem  er  Nägel  an
den  Hinterdaumen  beobachtet  habe;  doch  sei  dies  die  einzige  Eigenthümlichkeit,
  in  welcher  er  von  den  übrigen,  die  er  gesehen  habe
abweicht.
Harwood 3 )  beschreibt  ein  Paar  Hinterhände  eines  Orang's
von  Borneo,  welche  ihrer  Grösse  wegen  als  eine  besondere  Seltenheit ­
  durch  154  Jahre  in  der  Familie  des  Sultans  von  Pontianak  auf
Borneo  aufbewahrt  und  im  Jahre  1822  in  die  Sammlung  des  Trinity-House
  zu  Hüll  hinterlegt  wurden,  und  welche  keine  Nägel  an  den
Daumen,  dagegen  aber  harte  Ilervorragungen  an  ihrer  Stelle  hatten.
George  Swinton  zu  Calcutta  berichtet  in  einem  Schreiben
an  Dr.  Bre  wster  4 ),  dass  er  zu  seinem  Orang-Utan-Männchen  ein
*)  Boston  Journal  of  Phil.  Vol.  II,  p.  570.  —  Philosophical  Magazin.
Vol.  LVlIy  p.  182.  —  Bre  wster  Edinburgh  Journal  of  Science.  Vol.  V,
p.  166,  und  daraus  in  Froriep’s  Notizen  aus  dem  Gebiete  der  Naturund
  Heilkunde.  Bd.  XIV ?  Nr.  1,  S.  1.
2 )  Bre  wster  Edinburgh  Journal  of  Science.  Vol.  IX,  p.  1,  und  daraus  in
Froriep’s  Notizen  aus  dem  Gebiete  der  Natur-  und  Heilkunde.  Bd.  XXI,
Nr.  20,  S.  305.
3 )  Transactions  of  the  Linnean  Society.  Vol.  XV,  p.  472.
Bre  wster,  Edinburgh  Journal  of  Science,  Xew  Series.  Vol.  I,  309.
            
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