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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

verschiedener  Arten  unter  den  asiatischen  Orang-Aften.

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Männchen,  als  beim  Weibchen,  wie  aus  seiner  deutlichen  Beschreibung ­
  hervorgeht.
Vom  Männchen  sagt  er 1 ) 1  «Die  Zehen  und  Finger  sind  mit
schwarzen  Nägeln  versehen,  gleich  denen  des  Menschen;  die  der
grossen  Zehen  ausgenommen,  welche  viel  kleiner  und  kürzer  sind.
Dies  mag  vielleicht  daher  kommen,  dass  sie  mehr  gebraucht  worden
sind.“  Vom  Weibchen  heisst  es  3 ):  „Das  Gesicht  gleicht  ihm  ganz,
ebenso  als  die  übrigen  Theile  des  Körpers,  mit  der  Ausnahme,  dass
die  Wangenlappen  nicht  so  gross  und  vorstehend  sind.“
Auch  das  Skelet  des  Wurmb’schenPongos  im  Pariser  Museum,
welches  man  für  das  Wurmb’sche  Original  und  daher  für  ein  altes
Männchen  hält,  hat  wie  aus  den  Abbildungen,  die  Audebert 3 ),
Geoffroy  4 )  und  Latreille  5 )  davon  gegeben  haben,  zu  ersehen
ist,  das  Nagelglied  an  den  Daumen  der  Hinterhände.
Friedrich  Cu  vier  fand  an  dem  von  ihm  beschriebenen  6 ),
nur  mit  6  Mahlzähnen  versehen  gewesenen  jungen  Orang  -  Utan-Weibchen
  von  Borneo,  welches  Decaen  der  Kaiserinn  Joseph  ine
iiberbraclite  und  das  von  1808  auf  1809  durch  5  Monate  zu  Malmaison
  gelebt  hatte,  sowohl  den  Nagel  als  das  Nagelglied  an  den
Daumen  der  Hinterhände.
Stamford  Raffles  bemerkt  in  seinem  „Descriptive  Catalogue
  of  a  Zoological  Collection  made  in  the  Island  of  Sumatra
and  its  vicinity“  7 )  hei  Gelegenheit  der  Beschreibung  der  sumatranischen
  Affen,  dass  bei  einem  lebenden  Exemplare  des  Orang-Utan
(Simia  Satyrus,  Linne),  welches  im  Jahre  1819  von  Borneo  an
die  Menagerie  zu  Calcutta  gesendet  wurde,  der  Nagel  an  den  Daumen
der  Hinterhände  gefehlt  habe.
Der  von  Abel  in  den  „Asiatic  Researches“  8 )  beschriebene
männliche  Orang  von  Sumatra  hatte  Nägel  an  den  Hinterdaumen,  was
1 )  n.  c.  T.  II.  p.  255.
2 )  o.  C.  T.  IV,  p.  517.
")  Histoire  naturelle  des  Singes.  PI.  2.  des  figures  anatomiques  Fiy.  5.
4 )  Journal  de  Physique.  T.  XLVI,  p.  342.  PI.
a )  Histoire  naturelles  des  Singes.  T.  I,  PI.  XXI.
c )  Annales  du  Museum.  T.  XVI,  p.  48,  und  Geoffroy  S  a  i  n  t-H  i  lair  e  et
Frederic  Cuvier  Histoire  naturelle  des  Mammiferes.  Orang-Outang.
')  Transactions  of  the  Linnean  Society.  Vol.  XIII,  p.  241.
5 )  Pol.  XV,  p.  4S9.  —  Brewster  Edinburgh  Journal  of  Science.  Vol.  IV,
p.  193.  PL  IV.
            
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