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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Fitz  in  ge  l*.  Untersuchungen  über  die  Existenz

Nur  bei  einem  einzigen  von  diesen  sieben  Schädeln  sind  die
Fronto-vertical-Gräthen  deutlich  ausgesprochen  und  verdienen  mit
diesem  Namen  belegt  zu  werden.  Es  ist  dies  der  Schädel  eines  sehr
alten,  höchst  wahrscheinlich  weiblichen  Thieres,  welcher  sieh  dermalen ­
  im  Wiener  Universitäts  -  Museum  befindet  und  welcher  nach
allen  wesentlichen  Merkmalen  zur  ersten  Hauptform  der  asiatischen
Orang’s  gehört,  weichein  Owen’s  Sitnia  Wurmbii  ihren  Repräsentanten ­
  findet.
Bei  den  übrigen  sechs  Schädeln  sind  die  Fronto-vertical-Gräthen
nur  als  Linien  angedeutet  und  selbst  bei  dem  grössten  und  wahrscheinlich ­
  daher  auch  ältesten  darunter,  nicht  stärker  als  bei  vier  der
kleineren  und  daher  auch  jüngeren.
Dagegen  sind  bei  einem  fünften  von  diesen  kleineren  und  also
auch  jüngeren  Schädeln,  die  Fronto-vertical-Linien  verhältnissmässig
stärker,  als  selbst  bei  dem  grössten  und  ältesten  von  diesen  nur  mit
Fronto-vertical-Linien  versehenen  Schädeln  und  stehen  um  y 4  Linie
einander  mehr  genähert  als  bei  diesem.  Den  wesentlichen  Merkmalen
zu  Folge  muss  dieser  Schädel  zur  zweiten  Hauptform  gerechnet
werden,  während  die  übrigen  fünf  der  ersten  Hauptform  angehören.
Zur  ersten  Hauptform  gehört  aber  auch  noch  der  Schädel  jenes
jungen  Orang’s,  von  welchem  sich  das  vollständige  Skelet  im  k.  k.
zoologischen  Cabinete  belindet.
Als  eine  besondere  Eigenthümlichkeit  eines  der  kleineren  von
Kessel  gesammelten  und  zur  ersten  Hauptform  gehörigen  Schädels
muss  ich  aber  hervorheben,  dass  er  von  allen  übrigen  durch  die  Zahl
der  Backenzähne  abweicht;  indem  er  im  Unterkiefer  nicht  so  wie  diese
jederseits  S,  sondern.  6  Backenzähne  hat,  während  im  Oberkiefer,  so
wie  bei  den  anderen,  jederseits  5  Backenzähne  vorhanden  sind.
Dasselbe  Verhalten  hat  auch  May  er  an  einem  Orang-Schädel
von  mittlerem  Alter,  welcher  im  zoologischen  Museum  zu  Frankfurt
aufbewahret  wird,  getroffen  und  in  seinen  „Bemerkungen  über  den
Bau  des  Orang-Outang-Schädels“  ')  kurz  angegeben.  Auch  dieser
Schädel  hatte  im  Oberkiefer  5,  im  Unterkiefer  6  Backenzähne  2 ).
Behufs  einer  Vergleichung  der  von  Wagner  3)  zusammengestellten ­
  Ausmasse  der  wichtigeren  Formen  unter  den  Orang-Schädeln.
*)  Troschel’s  Archiv  für  Naturgeschichte.  1849.  Bd.  I,  S.  352.
a )  h.  c.  S.  356.
3 )  Säugethiere  von  Schreber.  Supplementsband  I,  Abth.  I,  S.  50.
            
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