Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

434

Fitzinger.  Untersuchungen  über  die  Existenz

„so  wie  längs  der  Ostküste,  wo  das  Land  mehr  flach  ist,  der  Orang-„Utan
  Vorkommen  soll.“
„Das  hohe  Gebirge,  welches  längs  der  ganzen  Westküste  von
„Sumatra  sich  ausdehnt,  scheint  daher  die  Ursache  zu  sein,  dass  die-„ses
  Thier  sieh  hier  nicht  aufhält;  ebenso  wie  ich  auch  auf  Borneo
„den  Orang-Utan  meist  nur  in  den  Niederungen  getroffen  habe.“
Das  Materiale,  worauf  sich  meine  Untersuchungen  gründen,
bestand  in  Folgendem:
1.  In  einem  vollständigen  Skelete  sammt  dem  dazu  gehörigen
Balge  eines  jungen,  3  Fuss  hohen,  angeblich  7  Jahre  alten  Männchens
aus  Borneo,  welches  nur  12  Mahlzähne  hat  und  in  einer  Menagerie  zu
Leipzig  im  October  1843  starb.  Es  wurde  von  Herrn  Richter  für
das  k.  k.  zoologische  Cabinet  zu  Wien  gekauft.
2.  In  einem  Balge  eines  jungen  3  Fuss  2  Zoll  hohen  Männchens
aus  Borneo,  welches  1833  vom  königl.  Niederländischen  Museum  zu
Leyden  für  das  k.  k.  zoologische  Cabinet  zu  Wien  angekauft  wurde.
3.  In  neun  Schädeln  aus  Borneo,  welche  von  Thieren  stammen,
die  alle  Zähne  schon  gewechselt  hatten,  und  welche  sämmtlich  von
Herrn  von  Kessel  gesammelt  wurden.  Zwei  derselben  befinden  sich
seit  1832  im  Besitze  des  k.  k.  zoologischen  Cabinetes  zu  Wien;  ein
dritter,  dermalen  ein  Eigenthum  der  zoologischen  Sammlung  der
k.  k.  Universität  zu  Wien,  ist  mir  von  Herrn  Professor  Dr.  Rudolf
Kn  er  freundlichst  zur  Untersuchung  überlassen  worden;  die  (ihrigen
sechs  danke  ich  der  gütigen  Mittheilung  des  Herrn  Oscar  von
Kessel.
4.  Endlich,  in  zwei  Schädeln  sehr  junger  Thiere  mit  den  ersten
Milchzähnen  und  nur  8  Mahlzähnen,  welche  ebenfalls  von  Herrn  von
Kessel  in  Romeo  gesammelt  wurden  und  wovon  einer  dem  k.  k.
zoologischen  Cabinete,  der  andere  dem  Wiener  Universitäts-Museum
angehört,  welchen  letzteren  mir  ebenfalls  Herr  Professor  Dr.  Rudolf
Kner  zur  Untersuchung  gültigst  überliess.
Betrachtet  man  die  verschiedenen  seither  bekannt  gewordenen
und  wegen  ihren  Abweichungen  mit  besonderen  Bezeichnungen  belegten ­
  Schädel  nach  ihren  Umrissen  und  sonstigen  wesentlichen
Merkmalen,  so  stellen  sich  zunächst  3  Hauptformen  heraus.
Die  eine  dieser  Hauptformen  wird  durch  Owe  n's  Simia  Wurmbh
repräsentirt.  Die  wesentlichsten  Kennzeichen  dieser  Form  sind,  das
gerade  Gesichtsprofil,  die  schiefe  Stellung  der  Augenhöhlen,  die  hohe,
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.