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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

verschiedener  Arten  unter  den  asiatischen  Orang-Affen.

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„trennen,  so  ist  es  bei  dem  Majas  bemerkenswerth,  dass  er  stets
„allein  gebt.  Nur  in  der  Begattungszeit  kommt  es  vor,  dass  Männchen
„und  Weibchen  sich  in  einem  und  demselben  Districte  aufhalten,
„sie  rufen  sich  dann  bisweilen  durch  einen  starken  Schrei  zu,  welcher
„dem  Brüllen  eines  Rindes  gleich  kommt  und  weit  gehört  wird.“
„Ferner  möchte  es  wohl  auch  unbekannt  sein,  dass  der  Majas
„sich  ein  Nest  haut.  Dieses  gleicht  an  Grösse  und  Bauart  durchaus
„einem  europäischen  Storchen-Neste.  Ich  habe  mehr  als  zehn  solcher ­
  Nester  in  der  Wildniss  gesehen;  die  Unterlagen  sind  starke
„abgebrochene  Äste.  Aber  es  ist  bemerkenswerth,  dass  er  diesen
„Bau  gewöhnlich  auf  jungen  Bäumen  errichtet,  nicht  über  30  Fuss
„von  der  Erdoberfläche;  während  sein  gewöhnlicher  Aufenthaltsort
„auf  den  grossen  Riesenbäumen  ist.“
„Ebenso  wenig  als  der  Orang-Utan  in  der  Gefangenschaft  in
„Europa  ausdauert,  ebenso  wenig  hält  er  dieselbe  durch  längere
„Zeit  in  Indien  aus;  und  zwar  scheint  es  nicht  die  Gefangenschaft
„selbst  zu  sein,  welche  nachtheilig  auf  ihn  wirkt,  ebenso  wenig  als
„das  europäische  Klima,  sondern  vielmehr  die  Nahrung.  Mir  selbst
„sind  zehn  junge  Exemplare  gestorben,  und  zwar  alle  an  Dysenterie.
„Man  kan  annehmen,  dass  nach  den  Küstenplätzen  von  Borneo,  Pon-„tianak,
  Serawak,  Banjarmassing,  jährlich  hundert  bis  hundertdreissig
„junge  Orang-Utan’s  durch  die  malayischen  Kaufleute  aus  dem  Inneren ­
  gebracht  werden.  Hier  sterben  schon  die  Hälfte;  die  übrigen
„werden  meist  nach  Singapura,  ein  kleiner  Tlieil  auch  nach  Java
„gebracht.  Doch  von  Vieren  sterben  drei  auf  der  Seereise;  also
„erreichen  von  hundertzwanzig,  nur  fünf  und  zwanzig  Singapura  und
„Java,  um  von  da  nach  Europa  befördert  zu  werden,  und  von  diesen
„fünf  und  zwanzig,  kaum  fünf  Europa.  Diese  grosse  Sterblichkeit
„während  der  Gefangenschaft  ist  also  der  Grund  und  nicht  die  Selten-„heit
  dieses  Thieres,  dass  sie  in  Europa  selten  und  sehr  theuer  sind.“
„Da  mein  Aufenthalt  auf  Sumatra  von  1840  bis  1846  nur  auf
„die  Westküste  beschränkt  war,  so  habeich  nie  den  sumatranischen
„Orang-Utan  kennen  gelernt,  obschon  ich  die  Westküste  in  einer
„Ausdehnung  von  hundert  bis  hundertzwanzig  deutschen  Meilen  jahre-»king
  bereiset  habe;  und  zwar  nicht  blos  allein  unweit  der  Meeresküste, ­
  sondern  auch  im  Inneren,  indem  sich  meine  Excursionen  bis
»in  die  Mitte  der  Insel  erstreckten.  Ich  habe  aber  gehört,  dass  in
»den  sogenannten  Lampong's  im  südöstlichen  Tlieile  von  Sumatra,
            
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