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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

verschiedener  Arten  unter  den  asiatischen  Orang-Affen.

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„Länge  der  des  Majas  -Bannir  beinahe  gleiehkommt,  so  ist  der
„Schädel  doch  um  ein  Drittel  kleiner  und  gewinnt  dadurch,  dass  die
„Wangen-Wülste  fehlen,  ein  mehr  menschliches  Ansehen.  Alle  seine
„Bewegungen  sind  lebhafter,  im  Gegensätze  zu  den  bedächtigen  und
„langsamen  Bewegungen  des  Majas-Bannir  und  Papan.  —  Ich
„möchte  daher  wirklich  zweifeln,  ob  dieser  Affe  mit  den  vorhergehenden ­
  zu  einer  Art  könne  gerechnet  werden,  obgleich  die  Einge-„borenen
  ihn  auch  Majas  nennen.“
„Majas  ist  der  bezeichnende  Name  auf  Borneo  für  alle  Orang-„Arten;
  der  malayische  Name  Orang-Utan,  Waldmensch,  stammt
„daher  wohl  von  Java  und  der  Halbinsel  Malacea,  wohin  diese  Thiere
„durch  Handelsfahrzeuge  seit  alten  Zeiten  zum  Verkaufe  gebracht
„werden.  Ich  führe  dies  an,  weil  daraus  hervorgeht,  dass  auch  die
„malayische  Bevölkerung  von  Borneo  weit  entfernt  ist,  die  Ähnlichkeit
„dieser  Thiergattung  mit  dem  Menschen  so  gross  zu  finden,  um  ihr
„den  Namen  Waldmensch  zu  geben.“
„All  das  Fabelhafte,  was  man  über  den  Orang-Utan  oder  viel-„mehr
  den  Majas  erzählt,  stammt  nach  meiner  Meinung  von  Java,
„Singapura  u.  s.  w.,  wo  die  Verkäufer  es  wahrscheinlich  vortheilhaft
„fanden,  diesem  Thiere  menschliche  Eigenschaften  beizulegen.“
„Die  Intelligenz  des  Majas  überbietet  diejenige  des  Elephanten
„und  Hundes  durchaus  nicht;  ja  ich  bin  der  Meinung,  dass  sie  die
„des  Elephanten  nicht  erreicht.“
„Gewiss  ist  es,  dass  der  Majas  sich  nicht  allein  durch  seine
„Gestalt,  sondern  auch  durch  seine  Lebensweise  von  den  anderen
„  Affen-Arten  unters  ch  ei  det.  “
„Auf  Borneo  ist  derselbe  nicht  so  selten,  als  man  wohl  meint,
„und  es  wäre  ein  Leichtes,  wenn  man  besonderes  Interesse  daran  fände,
„täglich  einen  Orang-Utan  zu  erlegen.  Natürlich  müsste  man  hierzu
„die  Gegenden  wählen,  wo  Nahrung  und  andere  Ursachen  ihn  am
„Meisten  hinlocken.“
„Es  ist  eine  Fabel,  wenn  man  glaubt,  der  Majas  gehe  aufrecht,
„sogar  mit  einem  Stocke  als  Stütze  oder  Waffe;  es  ist  ferner  eine
„Fabel,  dass  er  Frauen  raube  oder  Kinder.  Wohl  mag  es  vorgekommen
„sein,  dass  ein  in  der  Gefangenschaft  befindlich  gewesenes  männli-„ches
  Individuum,  in  Ermangelung  der  Befriedigung  des  Geschlechts-„triebes,
  Angriffe  auf  Frauen  gemacht  habe;  doch  dasselbe  habe  ich
„bei  anderen  Affen  auch  gesehen.  Namentlich  habe  ich  auf  Sumatra
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