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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Fitz  Inger.  Untersuchungen  über  die  Existenz

„ihrem  Äusseren  aber  so  wenig  Verschiedenheit  darbieten,  dass  selbst
„die  Eingeborenen  diese  nicht  genug  unterscheiden  können.  So  viele
„verschiedene  Schädel  finden  sich  wenigstens  unter  den  von  mir  nach
„Europa  gebrachten  24  Exemplaren;  es  müsste  denn  der  weibliche
„vom  männlichen  Schädel  unterschieden  sein  und  der  ganz  alte  von
„dem  etwas  jüngeren.  Dies  zu  beurtheilen  vermag  ich  nicht;  genug,
„dass  die  Verschiedenheit  da  ist.“
„Ich  will  mich  daher  nur  an  die  mir  bekannten  vier  Arten  von
„Orang-Utan’s  halten  und  zwar:  1.  den  Majas-Papan,  2.  den
„Majas-Bannir,  3.  denMajas-Rambeiund  4.  den  Majas-Kessah.“
„Von  diesen  vier  genannten  Affen  sind  der  Majas-Papan  und
„Majas-Bannir  diejenigen,  welche  von  den  Naturforschern  mit
„dem  Namen  Pongo  belegt  sind.  Beide  unterscheiden  sich  nicht
„wesentlich  von  einander  und  jeder  hat  die  starken  Wangen-Aus-„wüchse,
  welche  dem  Gesichte  die  scheussliche  Hässlichkeit  geben.
„Der  Majas-Papan  ist  aber  noch  grösser  und  colossaler,  als  der
„Majas-Bannir,  obschon  dieser  Unterschied  höchstens  in  einem
„halben  bis  drei  Viertel  Fuss  bestehen  kann.“
„Das  Exemplar,  welches  ich  im  Berliner  Zoologischen  Museum
„gesehen  habe,  ist  ein  Majas-Bannir.  Es  ist  aber  fehlerhaft  ausge-„stopft,
  indem  der  Leib  um  mindestens  einen  halben  Fuss  zu  weit
„ausgedehnt  ist  und  hierdurch  die  eigentliche  Form  des  Leibes,
„welche  durchaus  nicht  schlank  ist,  verfehlet  wurde.“
„Der  Majas-Rambei  ist  ziemlich  selten  auf  Borneo  und  kommt
„im  Süden,  glaube  ich,  gar  nicht  vor;  so  wie  es  überhaupt  eigen-„thümlich
  ist,  dass  nicht  alle  vier  Arten  auf  der  ganzen  Insel  verbreitet ­
  sind.  Am  häufigsten  kommt  der  Majas-Rambei  in  den
„Landschaften  Brunei,  Blitang  und  Katungan  vor.  Der  Majas-Rarn-„bei,
  wörtlich  der  haarige  Majas,  hat  seinen  Namen  von  den  ungleich
„längeren  und  dichteren  Haaren,  mit  welchen  er  bedeckt  ist.  Er
„erreicht  dieselbe  Grösse  wie  der  Majas-Bannir,  hat  aber  wenig
„oder  keine  Wangen-Auswüchse.“
„Der  Majas-Kessah  kömmt  am  häufigsten  in  der  Landschaft
„Matan  vor.  Er  unterscheidet  sich  auffallend  von  den  drei  übrigen  ange-„geführten
  Arten  und  verdient  den  Namen  Orang-Utan,  Waldmensch
„am  Meisten.  Er  hat  ein  intelligentes  Gesicht,  keine  Wangen-Aus-„wüchse
  und  ist  weniger  und  kürzer  behaart  als  die  anderen  Arten.
„Seine  Körpertheile  stehen  mehr  im  Verhältnisse,  und  obschon  seine
            
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