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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

verschiedener  Arten  unter  den  asiatischen  Orang-Affen.

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„Meine  Sendung  ins  Innere  von  Borneo  durch  die  königlich
„Holländische  Regierung,  während  der  Jahre  1846,  1847  und  1848,
„hatte  die  topographische  Aufnahme  der  zu  durchreisenden  Länder
„und  die  Vermehrung  der  Völkerkunde  zum  Zwecke.“
„Ich  bin  nicht  Naturforscher,  dagegen  erfahrener  Jäger;  und
„der  Umstand,  dass  ich  selbst  mehrere  der  grössten  Orang-Utan’s
„erlegte,  sehr  oft  welche  in  der  Wildniss  beobachtete  und  die  Gelegenheit ­
  benützte,  bei  den  Eingeborenen,  unter  und  mit  welchen  ich
„Jahre  lang,  abgeschnitten  von  jedem  europäischen  Verkehre,  lebte,
„alle  Erkundigungen  über  die  Orang-Affen  einzuziehen,  setzen  mich
„in  den  Stand,  einige  Aufklärungen  über  diese  Affen  zu  geben,  welche
„man  bis  jetzt  entbehrt  und  fabelhafte  Gerüchte  zu  widerlegen,  welche
„sich  über  diese  Thiere  verbreitet  haben.“
„So  ausgezeichnete  Achtung  ich  für  die  Theorie  der  Naturgeschichte ­
  und  deren  Ausüber  habe,  so  kann  ich  nicht  umhin,  in  einzelnen ­
  Fällen  und  namentlich  in  diesem  zu  beklagen,  dass  die  Naturforscher ­
  bis  jetzt  unterlassen  haben,  bei  den  Bewohnern  der  Wild-„niss.
  den  Eingeborenen  selbst,  diejenigen  Erkundigungen  über  die
„Orang-Affen  einzuziehen,  welche  diese  Menschen  allein  im  Stande
„sind,  richtig  zu  beantworten.  —  Dies  ist  leichter  als  es  scheint  ;  da
„die  Residenten  der  Niederländischen  Etablissements  von  Sambas,  Pon-„tianak,
  Banjarmassing,  Katte  u.  s.  w.  Einfluss  genug  haben,  um  ver-„mittelst
  brieflicher  Anfragen  an  die  Malayischen  Fürsten  des  Inneren,
„alle  Aufklärungen  zu  erhalten;  ja  auf  Verlangen  Schädel  und  Ske-„lete
  mit  genauer  Angabe  der  Arten  leicht  erhalten  würden.  Mir
„selbst  wäre  dies  allerdings  noch  leichter  gefallen;  ich  wusste  jedoch
«damals  noch  nicht,  dass  es  so  sehr  an  Aufklärungen  über  diese
„Affen-Arten  fehlt  und  dass  so  viele  Meinungen  darüber  herrschen.“
„Wenn  daher  meine  Angaben  und  Erklärungen  Lücken  darbieten
„und  ich  namentlich  die  mitgebrachten  24  Schädel  nicht  genau  nach  der
„Art,  dem  Alter  und  Geschlechte  bezeichnen  kann,  so  liegt  dies  allein
„in  dem  Umstande,  dass  ich  die  Wichtigkeit  hiervon  nicht  kannte.“
„Ich  lasse  hier  folgen,  theils  was  ich  aus  eigener  Erfahrung
»weiss,  theils  was  mir  von  den  Eingeborenen  oft  und  in  verschiedenen
„Gegenden  hierüber  mitgetheilet  wurde.“
„Den  Eingeborenen  sind  vier  verschiedene  Arten  der  Orang-Affen
  bekannt,  welche  sich  wesentlich  von  einander  unterscheiden;
„vielleicht  sind  deren  sogar  noch  eine  oder  zwei  mehr,  welche  in
Sitib.  d.  mathem.-naturw.  CI.  XI,  Bd.  II.  Hft.  28
            
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