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Full text : Sitzungsberichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 11. Band, (Jahrgang 1853)

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Fitzinger.  Untersuchungen  über  die  Existenz

erhalten  und  deren  Kronen,  Spitzen  und  Ränder  nicht  im  Geringsten
ahgeschliffen  sind.
T  e  m  m  i  n  c  k,  welcher  in  der  Fortsetzung  seiner  „Monographie
sur  le  genre  Singe“  feinen  Auszug  aus  der  Abhandlung  von  Schlegel ­
  und  Salomon  Müller  liefert,  stimmt  in  jeder  Hinsicht  ihren
Ansichten  bei  und  betrachtet  daher  auch  seinen  früher  als  eigene
Art  aufgestellten  Orang  roux,  jetzt  nur  für  eine  individuelle  Abweichung ­
  des  Orang-Utan  von  Borneo,  so  wie  er  sich  auch  deutlich
ausspricht,  dass  man  mit  grosser  Wahrscheinlichkeit  annehmen
könne,  dass  der  von  Owen  als  Simia  Mario  abgebildete  Schädel
nur  der  Schädel  eines  Weibchens  des  Orang-Utan  von  Borneo  sei.
Die  neuesten  zur  Öffentlichkeit  gelangten  Untersuchungen  über
die  asiatischen  Orang’s  hat  Isidor  Geoffroy  geliefert.  Sie  sind  im
ersten  Memoire  seiner  „Description  des  Mammiferes  nouveaux
ou  imparfaitement  connus  de  la  collection  du  Museum  d'histoire
naturelle“  3 ),  welches  die  Familie  der  Affen  umfasst,  enthalten.
Er  spricht  sich  hierin  auf  das  Bestimmteste  aus,  dass  er  mindestens ­
  zwei  verschiedene  Arten  unter  den  asiatischen  Orang’s  annehmen ­
  zu  müssen  glaube;  nämlich  den  Orang-Utan  der  Autoren
oder  seinen  Pithecus  Satyrus  von  Borneo  und  Temminck’s
Orang  roux  oder  seinen  Pithecus  bicolor  von  Sumatra.
Diese  letztere  Art,  nämlich  sein  Pithecus  bicolor,  sei  auf  ein
junges  männliches  Exemplar  gegründet,  welches  auf  Handelswegen
von  Sumatra  gekommen  war  und  in  den  Jahren  1836  und  1837
in  der  Menagerie  des  Museums  zu  Paris  gehalten  wurde;  und  zwar
auf  dasselbe  Exemplar,  welches  Temminck  anfänglich  für  eine
besondere  Art  betrachtete,  die  er  unter  dem  Namen  Orang  roux
beschrieb,  in  welchem  er  später  aber  nur  einen  jungen  Orang  Utan
oder  Pithecus  Satyrus  erkennen  wollte.
Die  Arbeit  Temminck’s,  worin  er  die  von  ihm  früher  als
Orang  roux  aufgestellte  Art  unterdrückte,  sei  um  drei  Jahre  später
erschienen  und  um  fünf  Jahre  später,  als  er  seine  Untersuchung  an
dem  jungen  Orang  in  der  Pariser  Menagerie  vorgenommen  hatte.
Man  könne  daher  annehmen,  dass  die  Unterscheidungsmerkmale,
welche  ihm  früher  so  sehr  auflielen,  zu  jener  Zeit  nicht  mehr  so  in
seiner  Erinnerung  waren;  lind  daher  rühre  ohne  Zweifel  die  Verwer-1

 )  Monographies  de  Mammalogie.  T.  II,  p.  364.
*)  Archive8  du  Museum  d'histoire  naturelle.  T.  II,  p.  485.
            
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